Schwurgericht: Blutiger Streit unter Roma-Familien

DORTMUND Ein blutiger Streit unter zwei verfeindeten Roma-Familien beschäftigt seit Montag das Dortmunder Schwurgericht. Angeklagt sind drei rumänische Männer (25 bis 32), die am 1. Februar 2008 einen anderen Mann niedergestochen haben sollen. Das Opfer überlebte den Angriff nur dank einer Not-Operation.

von Von Jörn Hartwich

, 28.07.2008, 14:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Hintergründe der Tat sind unklar. Die Angeklagten selbst machen im Prozess von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Fakt ist: Die Tat passierte um kurz nach drei Uhr in der Nacht - auf der Schlosserstraße. Rund 15 Personen gingen damals aufeinander los – selbst die Frauen sollen Holzlatten getragen haben. Das Haupt-Opfer erlitt drei tiefe Stiche in den Rücken. Dabei wurde unter anderem die Lunge getroffen. Das zweite Opfer ist eine Frau, die schwer verprügelt wurde. Auf dem Weg nach Rumänien Zwei der Angeklagten waren Stunden nach der Tat in Bayern festgenommen worden. Angeblich waren sie auf dem Weg nach Rumänien. Dem dritten Angeklagten gehörte offenbar das Auto, in dem sie saßen. Waren die Männer schon auf der Flucht?   Wie es heißt, fehlt ihnen auf jeden Fall jegliches Verständnis dafür, dass sich der deutsche Staat mit der Bluttat aus der Nordstadt befasst. Angeblich haben die beiden Roma-Famlien die Sache schon längst selbst geregelt - und zwar in Rumänien. 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt