Frau im Ostwallviertel getötet: „In dieser Ehe gab es nur Probleme“

dzAussage im Prozess

Ein Dortmunder (42) soll seine Frau in der gemeinsamen Wohnung im Ostwallviertel erwürgt haben. Im Prozess gegen ihn sagte nun die Schwester des Opfers aus. Sie hatte nichts Gutes zu berichten.

Dortmund

, 22.10.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Dortmunder Schwurgericht ist der Totschlagsprozess gegen einen 42-jährigen Mann aus der Dortmunder Innenstadt fortgesetzt worden. Der Angeklagte soll seine Frau am 24. Februar in der gemeinsamen Wohnung in der Innenstadt zu Boden gebracht und dann minutenlang bis zum Eintritt des Todes gewürgt haben.

Der Familie des Opfers war schon lange bekannt, dass die Ehe schwierig war. „Es gab nur Probleme“, sagte die Schwester der Toten am Mittwoch als Zeugin aus.

Auch die Kinder hätten ihr und anderen Familienangehörigen davon berichtet, dass der 42-Jährige regelmäßig jähzornig und gewalttätig werde. „Er hat Mama und uns geschlagen“, soll eine der Töchter einmal auf einer Familienfeier gesagt haben.

„Muss die Kinder beschützen“

Die Schwester der Toten machte sich irgendwann natürlich große Sorgen, schaffte es aber nicht, helfend einzugreifen. „Ich habe sie gefragt, warum sie nicht zur Polizei geht, wenn er sie wieder schlägt“, erinnerte sich die Zeugin. Die Antwort ihrer Schwester habe so gelautet: „Ich habe Angst. Wir haben vier Kinder, die muss ich doch beschützen.“

Die Kinder sollen bei der Gewalttat im Februar schließlich in der Wohnung gewesen sein. Der Angeklagte - ein irakischer Staatsangehöriger - setzte nach der Tat selbst einen Notruf bei der Polizei ab. Bei seiner Festnahme soll sein Körper mehrere Stichverletzungen aufgewiesen haben.

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