„Mit dem Schrecken davongekommen“ – Dortmunder Schüler nach Bus-Crash wieder im Unterricht

dzUnfall

Ein Bus mit über 40 Schülern verunglückte am Wochenende auf der A45. Die Schüler kamen mit dem Schrecken davon. Der Schulleiter berichtet von einem merkwürdigen Zufall.

Dortmund

, 17.02.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es sollte eine Abwechslung in der Abiturvorbereitung werden – doch am Ende überschattet ein schwerer Verkehrsunfall einen Schulausflug des Dortmunder Käthe-Kollwitz-Gymnasiums.

Am Freitag (14. Februar) waren Schüler der Jahrgangsstufe Q2 zu einem Mathematik-Camp nach Breckerfeld ins südöstliche Ruhrgebiet aufgebrochen. Ursprünglich sollte der zweitägige Ausflug als alternative Vorbereitung auf die anstehenden Abiturprüfungen genutzt werden. Der schulische Aspekt rückt nach dem Wochenende allerdings vorerst in den Hintergrund.

Der Grund: Auf der Rückfahrt am Samstag raste der Bus der Reisegruppe auf der Autobahn 45 bei Hagen ungebremst in ein Stauende und kollidierte dabei zunächst mit einem Mini und anschließend mit einem VW Caddy.

Schüler und Lehrer bleiben unverletzt

Die 44 Schüler des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums im Alter zwischen 17 und 20 Jahren wurden bei dem Zusammenprall ebenso wenig verletzt wie die drei Begleitpersonen. „Die Schüler und Lehrer sind glücklicherweise mit dem Schrecken davongekommen“, erklärt der kommissarische Schulleiter des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Klaus-Peter Jungmann.

Es sei im Nachhinein auch keine psychologische Betreuung notwendig gewesen und alle Betroffenen wären am Montag zum Unterricht erschienen. „Man kann wirklich froh sein, dass das Ganze für die Schüler und Lehrer einigermaßen glimpflich ausgegangen ist“, so Jungmann.

Erst kürzlich Fortbildung zur Krisenintervention

Unterdessen berichtet Jungmann von einer eigentümlichen Randnotiz: Erst in der vergangenen Woche habe er eine Fortbildung absolviert, bei der es um das Thema Krisenintervention ging, erzählt Jungmann: „Dort wurden unter anderem auch Szenarien und Vorgehensweisen besprochen, die exakt die Situation eines solchen Verkehrsunfalls behandelten.“ Der Zufall, dass unmittelbar nach einer solchen Fortbildung etwas Derartiges passiere, sei schon äußerst merkwürdig.

Während die Schüler und Lehrer des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums bei dem Unfall am Samstag unverletzt blieben, erlitten die beiden Insassen des Mini leichte Verletzungen. Von den sieben Personen, die in dem Caddy unterwegs waren, wurden zwei weitere Personen leicht und ein 65-jähriger Insasse schwer verletzt.

Die Unfallursache ist indes noch unklar. Da der Busfahrer nicht nachweisen konnte, wie lange er bereits am Steuer saß, wird aktuell ermittelt, ob der 67-jährige überhaupt noch hätte fahren dürfen.

Laut Lehrerin Tabea Ledoux, die mit in dem Reisebus saß, habe es im Vorfeld jedoch keinerlei Anzeichen für eine unsichere Fahrweise des Busfahrers gegeben. Er habe weder übernächtigt noch unkonzentriert gewirkt.

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