Schulcheck: Am Heinrich-Heine-Gymnasium gibt es Roboter und künstliche Intelligenz im TecLab

dzSchuljahr 2020/21

Die Netter Schule ist das jüngste und kleinste städtische Gymnasium in Dortmund. Aber nicht nur in der Digitalisierung ist es ganz groß. Zudem: Herausforderungen definieren Visionen.

Nette

, 12.10.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Mehrfache Teilnahme an den Deutschland- und Weltfinalen der „World Robot Olympiad“. Mittlerweile Dauergast beim „RysMUN“ im dänischen Kopenhagen – einem großen Rollenspiel, in dem Schüler die Funktion von UN-Botschaftern einnehmen. Dazu mehrfach Stadtmeister der Schulen im Rudern. Das Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) lässt immer wieder international, national und regional aufhorchen. Dabei bezeichnet sich die 1972 eröffnete Schule selbst als „Gymnasium für den Stadtteil“. Wir haben uns bei Schülern, Eltern und Lehrern umgehört.

Das macht unsere Schule so besonders

Das sagen die Schülersprecher Timo Troske und Lithuschan Kiritharan: Wir sind eine „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. Wir lernen miteinander und voneinander. Besonderen Wert legen wir auf den vertrauensvollen und freundlichen Umgang aller Mitglieder der Schulgemeinschaft untereinander. Die Schule ist geprägt durch die Liebe zu Vielfalt und Toleranz sowie durch die außerschulischen Aktivitäten wie „Bunt statt Braun“ oder die internationalen Partnerschaften mit Dänemark und Spanien.

Schulcheck: Am Heinrich-Heine-Gymnasium gibt es Roboter und künstliche Intelligenz im TecLab

Der Schülersprecher Lithuschan Kiritharan. © Schule

Schulcheck: Am Heinrich-Heine-Gymnasium gibt es Roboter und künstliche Intelligenz im TecLab

Der Schülersprecher Timo Troske. © Schule



Darum würden Eltern die Schule empfehlen

Das sagt die Elternpflegschaftsvorsitzende Claudia Rombach: Das HHG ermöglicht den Schülerinnen und Schülern auch über den Unterricht hinaus durch AGs und weitere Angebote ihr individuelles Potential zu entfalten. Die Unterstützung durch Lehrkräfte und Mitarbeiter/-innen sowie die breite Vielfalt der Programme weckt eine große Bereitschaft bei Schülerinnen und Schülern mitwirken zu wollen. Durch eine gute Struktur der Gremien werden alle am Schulprozess Beteiligten miteingebunden und haben Möglichkeit zur Mitgestaltung und Mitentscheidung. So ist der Schulalltag geprägt durch ein hohes Maß an Engagement, das eine Verbindung von Freizeit und Schule schafft.

Schulcheck: Am Heinrich-Heine-Gymnasium gibt es Roboter und künstliche Intelligenz im TecLab

Die Elternpflegschaftsvorsitzende Claudia Rombach. © Schule

Jetzt lesen


So digital tickt unsere Schule schon heute

Das sagt der kommissarische Schulleiter Ulrich Sprzagala: Unterricht mit digitalen Medien ist am HHG keine Vision, sondern alltägliche Wirklichkeit. Unser Gebäude und alle Klassenräume sind flächendeckend mit WLAN, Breitbandinternet und moderner Präsentationstechnik ausgestattet. Diese Infrastruktur wird von einem professionellen und innovativen Team aus Systemadministratoren betreut und stetig um neueste Technologien erweitert. Unser Medienkonzept sieht die Einführung von Tablets (iPads) für alle Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse vor. Derzeit verfügen wir über acht Klassen, die bereits durch die Eltern finanzierte Geräte angeschafft haben.

Dem Prozess der Digitalisierung liegt ein gemeinsam mit Eltern, Schülern und Kollegen entwickeltes Konzept zugrunde, welches u.a. regelmäßige Fortbildungen des Kollegiums, eine Qualifizierung der Eltern sowie ein verpflichtendes Regelwerk für alle Nutzer umfasst. Gemeinsam wollen wir die Chancen des digitalen Wandels aufgreifen, seine Potentiale für erfolgreiches Lernen nutzen, aber auch stets kritisch hinterfragen. Darüber hinaus verfügen wir über ein Technologie Labor (TecLab), in dem Zukunftstechnologien (z.B. Robotik, 3D-Druck, künstliche Intelligenz, Virtual Reality) von Schülerinnen und Schülern erprobt und weiterentwickelt werden können.“

Schulcheck: Am Heinrich-Heine-Gymnasium gibt es Roboter und künstliche Intelligenz im TecLab

Der stellvertretende und kommissarische Schulleiter Ulrich Sprzagala. © Schule

Hier hat unsere Schule Nachholbedarf

Das sagt der kommissarische Schulleiter Ulrich Sprzagala: Mit Blick auf heutige und zukünftige gesellschaftliche Prozesse im Bereich des Klimaschutzes und auf besonderen Wunsch gerade unserer engagierten Schülerinnen und Schüler werden wir den Nachhaltigkeitsgedanken tiefer in unseren Schulalltag integrieren. Durch einen Wasserspender und einen Pfandcontainer konnten wir bereits in den letzten Jahren den bewussteren Umgang mit Ressourcen fördern und ermöglichen. In Zukunft wollen wir unter anderem durch ein weit greifendes Gesundheitskonzept in Zusammenarbeit mit unserer Schulkrankenschwester Frau Untenberger und unserem Beratungsnetzwerk neue Aspekte, wie z. B. den Weg zur Schule mit dem Rad bewältigen, in den Fokus der Nachhaltigkeit rücken.



Jetzt lesen

So berichtete die Presse über die Schule

Die Roboter-AG gehört zu den Dortmunder Pionieren in der World Robot Olympiad (WRO). Regelmäßig haben sich Teams des HHG für das Deutschlandfinale und in diesem Jahr erstmals gleich zwei Mannschaften für das Weltfinale der Roboter-Olympiade qualifiziert. Mehrfach war das Gymnasium Ausrichter des regionalen Vorentscheids der WRO. Im neu eingerichteten TecLab simulieren Schüler etwa Verkehrsituationen für die Zukunft.

In den letzten Jahren war das HHG im Rudern ganz vorn. Mehrfach wurde es Stadtmeister der Schulen. Nicht überraschend: Schüler des HHG waren auch außerschulisch bei Junioren-Weltmeisterschaften in Japan und Indoor in Los Angeles erfolgreich.

Gelebte Toleranz ist nicht nur im Schulprogramm des HHG verankert, sondern seit Mai 2019 auch in der Schulmensa künstlerisch sichtbar. Derweil gibt es in der Schulleitung des Heinrich-Heine-Gymnasiums eine Veränderung: Zum Schuljahreswechsel ging Dr. Detlef von Elsenau nach 14 Jahren als Schulleiter in den Ruhestand.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt