Passagiere saßen in S-Bahn fest: So kam Dortmund durch Sturmtief „Victoria“

Wetter am Sonntag

Nach Sabine hat am Wochenende Victoria für Sturmböen und zahlreiche Einsätze in Dortmund gesorgt. Eine S-Bahn strandete in Kley, ein 15 Meter hohes Gerüst löste sich aus der Verankerung.

Dortmund

, 16.02.2020, 14:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stürmisch war es auch am Sonntag (16.2.) in Dortmund. Mit Orkan Sabine ist das Sturmtief „Victoria“ aber nicht zu vergleichen.

Stürmisch war es auch am Sonntag (16.2.) in Dortmund. Mit Orkan Sabine ist das Sturmtief „Victoria“ aber nicht zu vergleichen. © dpa

Das Sturmtief „Victoria“ hat die Feuerwehr Dortmund am Sonntagabend (16.2.) stark beschäftigt. Seinen Höhepunkt hatte das Unwettergeschehen zwischen 18 und 20.30 Uhr mit Windböen von 85 Stundenkilometer und mehr erreicht. Gegen Abend nahm die Zahl der wetterbedingten Einsätze zu, nachdem es am Nachmittag trotz starken Windes vergleichsweise ruhig geblieben war.

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Auf der Strecke der S-Bahn-Linie 1 saßen nahe dem Bahnhof Oespel-Kley 59 Fahrgäste fast zwei Stunden in einer S-Bahn fest. Die Bahn war gegen 19 Uhr von einem herabfallenden Ast getroffen worden und konnte daraufhin nicht mehr weiterfahren. Bis ein Notfallmanager der Deutschen Bahn vor Ort war, mussten die Passagiere in der Bahn ausharren.

In ganz NRW gab es zahlreiche Streckensperrungen, die auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr rund um Dortmund hatten.

Bis 19 Uhr hatte die Feuerwehr am Sonntag sechs sturmbedingte Einsätze. Vereinzelt sind im Stadtgebiet Bäume umgestürzt oder mussten gesichert werden.

An der Berghofer Straße drohte ein Baugerüst umzustürzen

Den ersten größeren Einsatz des Tages gab es gegen 18 Uhr an der Berghofer Straße: Dort drohte ein circa 15 Meter großes Baugerüst umzufallen. Das obere Drittel des Baugerüstes hatte sich bereits aus der Verankerung gelöst. Dadurch schlug der oberere Gerüstteil fast einen Dreiviertelmeter aus den eigentlich vorgesehenen Verankerungspunkten heraus und bewegte sich heftig hin und her. Einige Teile waren bereits herabgestürzt.

Mit Abstürzsystemen aus drei Löschzügen improvisierte die Feuerwehr eine Notabstützung und konnte das Gerüst stabilisieren. In dem betroffenen Gebäude befindet sich eine Bäckerei.

Im Verlaufe des Nachmittags blieb die Einsatzlage laut Feuerwehr überschaubar. Es gab einzelne Alarmierungen wegen Dachziegeln, die auf die Straße gefallen waren.

Am Sonntagmittag (16.2.), 13 Uhr, fuhr die Feuerwehr gerade zu ihrem ersten Einsatz raus: An der Wambeler Straße am Borsigplatz wurde eine Blechtafel gemeldet, die angeblich lose war. Eine Gefahr konnte vor Ort aber nicht festgestellt werden, nach kurzer Zeit war der Einsatz wieder beendet.

Starker Wind, aber weniger Schäden als bei „Sabine“

Wie prognostiziert war das Sturmtief nicht mit dem Orkan Sabine zu vergleichen, der am vergangenen Wochenende über Dortmund fegte. Gleichwohl der Wind ordentlich um die Häuser pfeift: Bis zu 90 Kilometer pro Stunde soll Victoria erreichen.

Ein starker Wind, der aber auch für frühlingshafte Temperaturen sorgte: Warme 15 Grad erreichte das Thermometer am Sonntag.

Wälder sollten weiterhin gemieden werden. Die Stadt warnt davor, städtische Wälder zu betreten. Es bestehe weiterhin Gefahr durch abgebrochene Äste oder umstürzende Bäume.

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