Schnell zur Uni: Das Martener Forum möchte Marten an den Radschnellweg Ruhr anschließen

dzRadschnellweg Ruhr Dortmund

Der Radschnellweg soll zehn Städte zwischen Duisburg und Hamm verbinden - auch Dortmund. Der Stadtteil Marten wird dabei nicht durchfahren. Das soll sich ändern, fordert das Martener Forum.

Marten

, 26.04.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Radschnellweg Ruhr (RS1) soll der schnellste Weg mit dem Fahrrad durch das Ruhrgebiet werden. Auf 101 Kilometern wird er von Duisburg nach Hamm führen. Unter den zehn Städten, die so miteinander verbunden werden, ist auch Dortmund. Etwa 24 Kilometer des RS1 werden auf Dortmunder Stadtgebiet liegen. Das erste Teilstück soll ab Herbst 2019 im Kreuzviertel entstehen.

Nicht berücksichtig wird bislang der Stadtteil Marten. Der Radschnellweg wird nach jetzigem Stand daran vorbeiführen. Die Mitglieder des Martener Forums und insbesondere des Arbeitskreises Planen und Bürgerbeteiligung wollen das ändern. Marten soll an den RS1 angebunden werden und eine Verbindung zur Universität schaffen. „Der Radschnellweg soll wie eine Autobahn für Fahrräder werden, mit Abfahrten und allem, was dazu gehört“, erklärt Joachim Schmittgen vom Martener Forum. „Eine solche Abfahrt könnte es an der A40 auf Höhe der Planetenfeldstraße geben.“

Die Straße „In der Meile“ könnte zur Fahrradstraße werden

An der Verbindungsstraße zwischen Planetenfeldstraße und der Straße „In der Meile“ entlang der A40 gibt es nur einen Anwohner. „Dementsprechend wäre diese Zuwegung nach Marten ideal“, sagt Joachim Schmittgen. Abgesehen von dem Anwohner müsse niemand dort entlang fahren. Ein sicherer und ruhiger Weg also für alle, die mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Ein Teilstück der Straße „In der Meile“ - von der Planetenfeldstraße bis zum Martener Hellweg - könnte im Zuge dessen als Fahrradstraße ausgezeichnet werden. „Das ist nicht aufwendig“, sagt Monika Rößler vom Martener Forum. „Im Grunde braucht es nur zwei Fahrradstraßen-Schilder und ein ‚Anlieger frei‘-Schild.“ Insgesamt drei mögliche Radwegeverbindungen gehen von dieser Idee aus. Den entsprechenden Antrag hat das Martener Forum bereits der Bezirksvertretung (BV) Lütgendortmund vorgelegt. „Und die Bezirksvertretung hat den Antrag zustimmend an die Verwaltung der Stadt Dortmund weitergeleitet“, sagt Monika Rößler. Nun wird geprüft, ob einer der drei Vorschläge realisierbar ist, und ob die Straße „In der Meile“ als Fahrradstraße umgewidmet werden kann.

Drei mögliche Radwege durch Marten könnten den RS1 mit der Uni verbinden

Der Favorit des Martener Forums unter den drei Vorschlägen (Variante 1) führe von der Straße „In der Meile“ zum Emscher-Rückhaltebecken, wo ein neuer Radweg zwischen Rückhaltebecken und Bahngleisen entstehen könnte, so Joachim Schmittgen. Weiter ginge es über die Overhoffstraße, die dann ebenfalls als Fahrradstraße ausgezeichnet werden könnte. Über die Steinhammerstraße soll der Weg bis zum Roßbachufer führen.

Schnell zur Uni: Das Martener Forum möchte Marten an den Radschnellweg Ruhr anschließen

Das sind drei der Varianten für den neuen Radweg, die das Martener Forum vorschlägt. © Martin Klose

Variante 2 nutzt anstelle der Overhoffstraße die Straßen „Sadelhof“ und „An der Wasserburg“ sowie die Altenrathstraße, um ans Roßbachufer zu gelangen. Die dritte Variante könnte über den Martener Hellweg, die Planetenfeldstraße und die Heyden-Rynsch-Straße in Richtung Roßbach führen. „Das Roßbachufer als Ziel der Radweg-Varianten ist ideal, denn dort möchte die Emschergenossenschaft ohnehin einen Radweg bauen“, sagt Monika Rößler.

Eine vierte Radweg-Variante könnte die realistischste sein

Die Emschergenossenschaft könnte insbesondere dann hilfreich sein, wenn eine vierte mögliche Variante des Radweges spruchreif wird. „Die Radwege rund um die Emscher und ihre Nebenflüsse sollen ausgebaut werden“, erklärt Joachim Schmittgen. „Mit dem Roßbach und dem Schmechtingsbach haben wir gute Karten, in die Planungen mit aufgenommen zu werden.“ Diesbezügliche Gespräche sollen noch stattfinden.

Frühzeitig bei den Planungen berücksichtigt zu werden, sei generell wichtig. Denn so könnte auch finanziell alles „in einem Rutsch“ geregelt werden. „Der Radweg würde die Attraktivität von Marten steigern“, ist sich Monika Rößler sicher, „sowohl als Wohnort für Studenten als auch touristisch.“

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