Schmiedestraße-Mieter kritisieren Spar- und Bauverein

dzBaustelle

Seit eineinhalb Jahren werden die Häuser an der Schmiedestraße renoviert. Mieter bemängeln, dass viele Baustellen nicht abgeschlossen würden. Der Spar- und Bauverein sieht das anders.

von Verena Schafflick, Ines Maria Eckermann

Borsigplatz

, 11.10.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ursprünglich sollten alle Bauarbeiten im August abgeschlossen sein – 2018. Doch noch heute wird auf der Schmiedestraße gewerkelt. Deshalb wendeten sich Angelika Hackenberg und Günter Domscheit vor einem Jahr, im September 2018, an unsere Redaktion. Das Paar ist Mieter in den Häusern des Spar- und Bauvereins Dortmund an der Schmiedestraße.

Bauarbeiten dauern länger

Schon damals bemängelten sie die Baustelle, auf der sie seit dem Brand in der Schmiedestraße 15 im Februar 2018 leben. Ein Jahr später meldeten sie sich wieder, weil sich ihrer Meinung nach nichts geändert hat. „Die fangen Arbeiten an für ein, zwei Wochen und dann passiert wochen- oder monatelang nichts“, kritisiert Hackenberg, die seit 15 Jahren in dem Eckhaus zur Oesterholzstraße wohnt.

Mit „die“ meint sie Maler, Schreiner, Bauarbeiter. Und natürlich den Spar- und Bauverein, dem die Hausnummern 11 - 22 gehören.

Nach dem Brand beschloss der Spar- und Bauverein, sämtliche Wohnhäuser aufwendig zu renovieren. Zudem war die Hausnummer 15 lange Zeit unbewohnbar. Erst im Oktober 2018 konnten die Mieter zurückkehren, darunter auch Domscheit, der früher auch Hausmeister für den Spar- und Bauverein war.

Mieterin sind die Infos zu kurzfristig

Damals sei von der Genossenschaft gesagt worden, dass die Mieter in den Renovierungsprozess miteinbezogen würden. Zwei Mieterversammlungen habe es gegeben, auch informiere der Spar- und Bauverein die Mieter über jeden Bauschritt - für Hackenberg aber teilweise zu spät: „Dann hängt hier freitags ein Zettel, dass montags die Arbeiten beginnen.“

Insgesamt kritisiert sie die Kommunikation mit der Genossenschaft: „Immer, wenn ich mich beschweren will, werde ich vertröstet. Die kennen mich schon, wenn ich da anrufe.“

Aufseiten des Spar- und Bauvereins stößt diese Aussage auf Unverständnis: „Wie bei allen Großmodernisierungen ist uns die Kommunikation mit den Bewohnern im Vorfeld das Wichtigste“, sagt Franz-Bernd Große-Wilde, Vorstandsvorsitzender der Spar- und Bauverein eG. „Aus dem Grund fand auch hier vor Beginn der Maßnahme für alle Bewohner der Häuser eine ausführliche Informationsveranstaltung statt.“ Außerdem stehe die Bauleitung ständig in Kontakt mit den Bewohnern. „Und natürlich werden auch telefonische und schriftliche Anfragen von der Bauleitung entgegengenommen und so rasch wie möglich beantwortet.“

Ende November soll alles fertig sein

Florian Ebrecht, Prokurist und Leiter des technischen Gebäudemanagements beim Spar- und Bauverein, zeigt sich vorsichtig zuversichtlich, dass Ende November alle Bauarbeiten abgeschlossen sind. Doch da sich die Arbeiten am Heizungssystem als unerwartet schwierig erweisen, könnten sich die Bauarbeiten eventuell weiter verzögern.

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