Schlimmer Zustand der Tybbinkstraße in Asseln ärgert die Anwohner

dzVerkehr in Asseln

Ein Teil der Tybbinkstraße in Asseln ist seit Bauarbeiten regelrechtes Flickwerk, ärgert sich Anwohner Jens Steinweg. Allerdings hat der Zustand auch sein Gutes.

von Tobias Weskamp

Asseln

, 09.01.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jens Steinweg ist es derzeit unangenehm, jemanden zu sich einzuladen. Grund für das Problem des Asselners ist der schlechte Zustand der Tybbinkstraße zwischen Schlotweg und Briefsweg. Nach der Erneuerung der Gasleitungen wirkt der Straßenbelag eher provisorisch. „Ist das der Endzustand?“, fragt sich Steinweg.

„Die Straße sieht schlimmer aus als vorher“, findet Steinweg. Und wirklich, wenn man die Straße entlanggeht wie beim Termin vor Ort, entdeckt man zahlreiche Mängel.

Viele verschiedene Flicken aus teils unterschiedlichen Materialien finden sich. Oft sind die Übergänge zwischen den einzelnen Flicken uneben und machen das Gehen unsicher. Auch liegen viele Asphaltbrocken und Rollsplit herum.

Die Bauarbeiten in der Tybbinkstraße begannen im September. Gasleitungen der Donetz wurden im Bereich der Hausnummern 2 bis 30 saniert. Vorgesehen war, bis Ende November mit den Arbeiten fertig zu werden.

Teile der Straße stehen bei Regen unter Wasser

Bei Steinwegs wurde der Gasanschluss Ende November erneuert. Teilweise lagen die Arbeiten auch brach, wie Steinweg erzählt. Dann wurde stattdessen in anderen Straßen gearbeitet und nur Material geholt, hatte er den Eindruck.

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Einige Menschen sind auf der Straße schon umgeknickt, zum Glück ohne größere Schäden. Und wenn es regnet, stehen immer wieder kleinere Teile der Tybbinkstraße unter Wasser.

Straße war schon länger in schlechtem Zustand

Schwierig könnte es auch für Senioren mit Rollatoren oder Eltern mit Kinderwagen sein. Die Grünen haben bereits vor einigen Monaten eine Sanierung beantragt. Ein Grund ist, dass die Straße im Radverkehrsnetz NRW empfohlen wird.

„Die Straße war bereits vor Beginn der Arbeiten in einem unguten Zustand“, erklärt Rebecca Alishah von DEW21/Donetz auf Anfrage dieser Redaktion. „Nach Beendigung unserer Arbeiten haben wir die Baugruben geschlossen und die Fahrbahn ordnungsgemäß wiederhergestellt. Es ist aber schwierig – und liegt nicht in unseren Aufgaben – unseren wieder neuaufgebauten Teil der Straße an einen vorab beschädigten Asphalt anzuknüpfen.“

Ob die Straße in Zukunft saniert wird, ist unklar. Die Stadtverwaltung hat sich bisher nicht geäußert.

Pausen bei den Bauarbeiten haben verschiedene Gründe

Die Bauarbeiten an der Aplerbeckerstraße stehen in keinem Zusammenhang zu den Maßnahmen an der Tybbinkstraße. „Sie werden unabhängig voneinander bearbeitet“, so Rebecca Alishah. „Warum an einer Baustelle zu bestimmten Zeiten nicht gearbeitet wird, kann verschiedene Gründe haben, beispielsweise Temperaturschwankungen oder ähnliches.“

Steinweg ärgert sich auch über die Sauberkeit. „Wir zahlen hier Straßenreinigungsgebühren wie jeder Andere. Ich habe aber seit Monaten nichts davon gesehen.“ Eine Antwort der EDG auf unsere Anfrage ist bisher leider nicht erfolgt.

Die Schäden haben auch positive Folgen

Eine Sache hat sich durch den schlechten Zustand der Straße allerdings verbessert, findet Steinweg. „Dadurch, dass die Straße so uneben ist, sind die Raser deutlich weniger geworden. Unsere Straße wird nämlich gerne als Ausweichstrecke und Abkürzung entlang des Hellwegs genutzt.“

„Mittlerweile ist es viel ruhiger und sicherer geworden“, freut er sich. Daher ist er nun etwas im Zwiespalt, ob er sich eine Sanierung der Fahrbahndecke wünscht oder nicht.

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