Schicke Straßen zum Schluss

BRECHTEN Das neue Baugebiet Brechtener Heide - vergleichbar von der Größenordnung mit Hohenbuschei in Brackel - bedarf einer präzisen Logistik. Allein beim Tiefbauamt sind derzeit sieben Mitarbeiter mit der 1. Baustufe beschäftigt, in der rund 300 Eigenheime errichtet werden.

11.07.2008, 17:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zurzeit werden fünf Straßen gebaut, die mit einer provisorischen Asphaltdecke versehen werden. "Das ist wichtig für die Baufahrzeuge und ermöglicht den ersten Hauseigentümern einen einigermaßen sauberen und hoffentlich trockenen Einzug", sagt Gerhard Kappert, stellvertretender Abteilungsleiter beim Tiefbauamt. Diese Asphaltdecke werde später abgetragen, und der endgültige Ausbau erfolge später, so Kappert.

Auch die Versorgungskanäle werden jetzt gebaut. "Ende Oktober werden wir Erschließungssicherheit haben, wir liegen gut im Zeitplan", berichtet Kappert.

Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Eving hatte eine komplette und sofortige Fertigstellung der Straßen und Bürgersteige im Baugebiet gefordert - nach ihren schlechten Erfahren im Wohngebiet Süggelberg und Dorf Lindenhorst. Dort haben die Häuslebauer jahrelang vergeblich auf akzeptable Wohnstraßen gewartet.

Dazu erläutert Stadtdirektor Ullrich Sierau: "Der Ausbau der Straßen der inneren Erschließung für die Baugebiete Ost und Mitte erfolgt, wenn etwa 80 Prozent der Hochbauten fertiggestellt sind. Bedarfsweise können aber Straßenzüge, wo die Bauphase für die Häuser abgeschlossen ist, vorab mit der zweiten Ausbaustufe hergerichtet werden."

Würde man die Straßen vor dem Endausbau herstellen, könnten Schäden durch Baufahrzeuge entstehen. In der Regel sei dann der Verursacher nur schwer zu finden, insbesondere bei der großen Anzahl von Grundstücken.

Sierau möchte die Sorgen der Politiker zerstreuen. "Süggelberg und Lindenhorst sind von privaten Erschließungsträgern erstellt worden, während die Brechtener Heide komplett von der Stadt erschlossen wird. Das Tiefbauamt wird besonders auf die anliegerfreundliche Durchführung achten", versichert der Dezernent. fro

Lesen Sie jetzt