Scharnhorster wirbt stadtweit für das Umsteigen aufs Fahrrad

dzKampagne „UmsteiGERN“

Mit einer neuen Kampagne wirbt die Stadt dafür, das Auto öfter stehenzulassen und aufs Fahrrad umzusteigen. Einer der Botschafter kommt aus Scharnhorst.

Scharnhorst

, 14.06.2020, 13:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Mit dem Rad bin ich jeden Tag vor der Arbeit sportlich unterwegs.“ Das verkündet UmsteiGERN-Botschafter Daniel (60) aus Scharnhorst auf Postkarten und City Light Postern in der Dortmunder City. Als überzeugter Radpendler sei er der ideale Botschafter der UmsteiGERN-Kampagne des Förderprojektes missionsfreie Innenstadt, teilt Stadtsprecher Christian Schön mit.

Jeden Tag legt der leidenschaftliche Radfahrer die neun Kilometer zwischen seinem Zuhause in Scharnhorst und seinem Arbeitsplatz am Friedensplatz auf seinem Sportgerät zurück. „Theoretisch wäre ich in 25 Minuten auf der Arbeit – wenn die Ampeln nicht wären“, sagt der 60-Jährige, den auch Regen und Wind nicht von seinem bevorzugten Verkehrsmittel abbringen.

Tägliches Trainings- und Gesundheitsprogramm

Fahrradfahren ist für ihn das tägliche Trainings- und Gesundheitsprogramm. Auch dienstlich erledigt er alle Fahrten mit dem Rad. „Wenn ich nicht regelmäßig Fahrradfahren würde, könnte ich aufgrund einer Knieverletzung als Jugendlicher wahrscheinlich nicht mehr laufen“, sagt er. Außerdem genießt er die körperliche Tätigkeit als Ausgleich zur Büroarbeit.

Normalerweise drängt es Daniel nicht auf Plakate oder ins Blitzlicht. Doch für eine emissionsfreie Innenstadt macht er gern eine Ausnahme: „Die Verkehrswende ist es wert, dass man sich ernsthaft engagiert. Außerdem hat mich überzeugt, dass dafür konkrete Maßnahmen absehbar umgesetzt werden.“

Jetzt lesen

Vor allem vom Radwall zwischen Schwanen- und Ostwall erhofft er sich, dass der fahrradfreundliche Umbau des östlichen Wallrings den Anstoß gibt für eine Umverteilung des urbanen Raums, in dem Radfahrer und Fußgänger mehr Platz erhalten und Dortmund noch lebenswerter wird.

Sein Wunsch für die Dortmunder Verkehrsentwicklung: „Wenn die Verkehrsbedingungen sich so verbessern, dass meine heute 14 Monate alte Enkelin mit zehn Jahren allein und sicher mit dem Rad zur Schule fahren kann, dann ist schon eine Menge erreicht.“

Lust machen auf klimafreundliche Mobilität

Auf dem Weg dahin seien neben baulicher und organisatorischer Veränderungen vor allem Änderungen des Verkehrsverhaltens gefragt. Deshalb möchte Daniel zusammen mit anderen Botschaftern mit positiven Beispielen motivieren: In den nächsten Wochen präsentieren eine gut gelaunte Fußgängerin, eine elektrisch motorisierte Klimaschutzmanagerin, jugendliche Freizeitradlerinnen und eine überzeugte Bus- und Bahnfahrerin als erste Botschafter ihre nachhaltige Verkehrsmittelwahl.

Sie alle wollen Lust machen auf klimafreundliche Mobilität und zum Mitmachen bei der Kampagne UmsteiGERN motivieren. Damit Nachbarn, Kollegen, Bekannte und Unbekannte es ihnen gleichtun und dazu beitragen, Treibhausgasemissionen einzusparen.

So sieht das Werbemotiv aus, auf dem Daniel aus Scharnhorst fürs Umsteigen aufs Rad wirbt

So sieht das Werbemotiv aus, auf dem Daniel aus Scharnhorst fürs Umsteigen aufs Rad wirbt. © Stadt Dortmund

Christian Schön: „Denn wenn möglichst viele Dortmunder das Auto öfter stehen lassen und sich emissionsarm fortbewegen, profitiert die ganze Stadt mit besserer Luft, einem schöneren Stadtbild und entspannterem Stadtverkehr davon.“

Wer auch mitmachen und sich zu UmsteiGERN bekennen will, kann das eigene Profilbild auf umsteigern.de hochladen oder sich als Botschafter bewerben – je mehr mitmachen, desto größer ist die Wirkung.

16 Maßnahmen für klimafreundliches Mobilitätsverhalten

Die Kampagne „UmsteiGERN. Du steigst um. Dortmund kommt weiter“ ist eine von 16 Maßnahmen des EU-Förderprojekts „Stadtluft ist (emissions-) frei – Dortmunds Einstieg in eine emissionsfreie Innenstadt“.

Jetzt lesen

Die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen unterstützen das Förderprojekt mit rund 6,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Stadt Dortmund trägt 1,4 Millionen Euro dazu bei.

Lesen Sie jetzt