Scharnhorst: Die (vielleicht) nächste Bezirksbürgermeisterin steht für soziales Engagement

dzBezirksvertretung Scharnhorst

Nach der nächsten Kommunalwal am 13. September 2020 wird es im Stadtbezirk Scharnhorst einen neuen Bezirksbürgermeister geben. Wir haben die Kandidatin der SPD getroffen.

Scharnhorst

, 28.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Andrea Ivo (54), die als Angestellte im Sanitätshaus Schock im EKS arbeitet, kandidiert für die SPD als Nachfolgerin von Heinz Pasterny als Bezirksbürgermeisterin für Scharnhorst. Wir haben sie getroffen.

Hallo Frau Ivo, wie lange sind Sie schon in der SPD?

Seit etwa fünf Jahren. Der Ratsvertreter Rüdiger Schmidt, den ich schon von klein auf kenne, hat mich ein bisschen mit reingezogen. Aber da gibt es natürlich auch andere. In Scharnhorst kennen wir uns ja alle.

Warum sind Sie eingetreten?

Weil ich vor allem in sozialer Hinsicht etwas verändern möchte. Rüdiger Schmidt und ich waren schon gemeinsam in der Behindertengruppe der Schalom-Gemeinde aktiv, die es heute nicht mehr gibt, und sind es auch jetzt im Sozialverband Deutschland. Unsere Klientel ändert sich, weil wir auch selbst älter werden. Früher war ich Hausbesetzerin und habe mich für die Jugendlichen eingesetzt, heute geht unser Blick eher Richtung Senioren. Zu meinem sozialen Engagement passt auch, dass wir neulich einen Mieterbeirat für die Paul-Immobilien-Mieter an der Droote gegründet haben. Weitere Punkte, die mir wichtig sind, gehören zur Rubrik Verkehr - zum Beispiel, dass wir endlich einen Kreisverkehr an der Flughafenstraße/Ecke Buschei bekommen.

Sie haben ja einen Vollzeitjob. Zusammen mit dem Amt der Bezirksbürgermeisterin könnte das anstrengend werden.

Ich habe mit meinem Chef gesprochen. Er gibt mir volle Rückendeckung. Also ich kann auch zwischendurch politische Termine wahrnehmen. Schön wäre natürlich, wenn die nicht immer um 10 Uhr morgens wären.

Viele Scharnhorster kennen Sie durch Ihre Arbeit im EKS. Aber politisch sind Sie bisher seltener in Erscheinung getreten. Wie wollen Sie sich bekannt machen?

Wir wollen demnächst Stände zum Beispiel im EKS oder vor Lidl anbieten und fordern die Scharnhorster dabei auf, uns zu sagen, was sie gut und was weniger gut finden.

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Wie gefällt‘s Ihnen selbst in Scharnhorst-Ost?

Ich wohne ja seit 1967 in diesem Stadtteil und möchte nicht woanders wohnen. Das heißt, ich habe auch mal in Husen gewohnt, bin aber froh, dass ich jetzt wieder in Schanhorst-Ost bin. Die Infrastruktur ist super, man hat kurze Wege und man kommt ganz bequem mit der Stadtbahn in die City. Und ich mag natürlich die Menschen, die hier leben. Das wäre übrigens ein weiteres politisches Ziel für mich: das Image von Scharnhorst-Ost nach außen hin verbessern.

Ich habe gehört, dass man sich erst mal durch einen Haufen Verwaltungs-Texte wühlen muss, wenn man Bezirksbürgermeisterin wird.

Ja, das mag sein, aber ich habe ja mit Marion Hardt und Birgit Decker in der Bezirksverwaltungsstelle die allerbeste Hilfe. Auch Heinz Paterny, Gerti Zupfer und Rüdiger Schmidt haben mir schon ihre Hilfe angeboten. Es ist doch völlig klar, dass ich den Job anfangs nicht so gut machen kann wie Heinz Pasterny, der seit 30 Jahren oder mehr dabei ist. Ich werde Fehler machen und bitte einfach um Nachsicht und um Hilfe.

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An Scharnhorst gefällt mir, dass die beiden großen Fraktionen meist einigermaßen harmonisch zusammenarbeiten.

Und das soll selbstverständlich so bleiben. Aber das ist auch typisch Scharnhorst. Uns ist es egal, woher jemand kommt, wir arbeiten alle gut zusammen. Natürlich muss man abwarten, ob eventuell auch die AfD in die Bezirksvertretung kommt und wie die Zusammenarbeit dann wird.

Was machen Sie privat?

Ich habe einen Partner, der übrigens voll hinter meinen Plänen steht, ich betreibe Aqua-Fitness, laufe gerne und stricke gerade einen ganz langen Schal.

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