Kaputte nostalgische Laterne in Dortmund – Ursache für den Schaden liegt tiefer als gedacht

dzKaputte Laterne

Seit rund drei Monaten leuchtet eine der 50 neuen nostalgischen Straßenlaternen in der Zechensiedlung in Dorstfeld nicht. Jetzt ist der Grund für den Fehler gefunden worden.

Dorstfeld

, 10.01.2020, 14:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hübsche nostalgische Straßenlaternen waren seit dem September in der Zechensiedlung Oberdorstfeld errichtet worden – darüber hatten sich die Anwohner der Siedlung gefreut.

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Die Initiative zu dem Projekt hatte vor eineinhalb Jahren die Interessengemeinschaft der Zechensiedlung ergriffen. Die Laternen sehen aus wie historische Gasleuchten aus der Zeit von 1900.

Einige Anwohner hatten sich allerdings gewundert: Eine Leuchte an der Kometenstraße hatte beim Probelauf kurz aufgeblitzt und war seitdem kaputt. „Wir sitzen hier im Dunkeln“, hatte sich Anwohner Manfred Kosak beschwert.

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Den Anwohner hatte vor allem geärgert, dass es so lang dauerte, den Schaden zu finden. „Mehrmals waren Leute da, die haben aber nichts gefunden.“

Jetzt ist die Ursache für den Fehler doch geklärt, wie Jana-Larissa Marx von der Pressestelle der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW 21) mitgeteilt hat: „Die Störung der Leuchte in der Kometenstraße ist der Strabeldo (Betreiberkonsortium von DEW21 und SPIE-SAG) bekannt und wurde bereits geprüft“, erklärte sie. „Dabei wurde festgestellt, dass eine Phase im Stromkabel defekt ist und dieses ausgetauscht werden muss.“

Die Störung sei an den zuständigen Netzbetreiber, die Dortmunder Netz GmbH (Donetz), weitergegeben worden. „Sie soll möglichst noch in dieser Woche, spätestens in der kommenden Woche behoben sein“, erklärt Marx. Inzwischen sind dort Baustellenschilder aufgestellt worden. Seit Freitag (10. Januar) wird das Kabel ausgetauscht.

Interessengemeinschaft: „Positive Aspekte beleuchten“

Wenn die Laterne repariert ist, wird das nicht nur Manfred Kosak freuen. Auch die Interessengemeinschaft hofft auf eine zügige Reparatur.

Christof Birkendorf von der IG lobt ausdrücklich die Zusammenarbeit mit der Stadt: „Dank der reibungslosen Unterstützung durch das Tiefbauamt konnten wir erst das anfänglich unmögliche Vorhaben der historischen Laternen umsetzen!“ Die Laternen seien „heller und schärfer in ihrem Lichtkegel als die alten.“

Kaputte nostalgische Laterne in Dortmund – Ursache für den Schaden liegt tiefer als gedacht

Auch Peter Fuchs von der Interessengemeinschaft Zechensiedlung Oberdorstfeld freute sich bei der offiziellen Einweihung über die historischen Laternen. © Martina Niehaus

Und er fügt hinzu: „Gut, dass der Schaden nun bereinigt wird. Wenn wir eine schöne Umgebung und gut funktionierende Gesellschaft in Dortmund wollen, sollten wir lieber die positiven Aspekte zum Beispiel in unserer Zechensiedlung beleuchten.“

So seien beispielsweise wieder neu beklebte Stromkästen mit Hilfe der DEW21 geplant. „Auch die Verschönerung der Wittener Straße als Durchgangsstraße der Siedlung liegt uns sehr am Herzen.“

Was zu tun ist, wenn eine Laterne nicht funktioniert
  • Dortmund ist mit seiner öffentlichen Straßenbeleuchtung bei „Störung 24“, einem onlinebasierten Störmeldedienst, vertreten. Jeder einzelne Laternen-Standort ist dort zu finden. Bürger können Lampen, die dunkel bleiben oder tagsüber unnötig leuchten, rund um die Uhr melden.
  • „Störung 24“ gibt es als kostenlose App für jedes Smartphone. „Verwenden Sie dabei dann Ihren Handystandort, um die Positionen der öffentlichen Straßenlaternen in Ihrer Nähe anzuzeigen“, empfiehlt Sylvia Uehlendahl, die Leiterin des Tiefbauamtes. „So lassen sich defekte Laternen schnell ausfindig machen und eindeutig identifizieren.“
  • Über den PC kann man den Begriff „Störung24“ in die Suchmaschine eingeben. Mit Hilfe einer Kartendarstellung des Stadtgebietes lassen sich die Straße und die schadhafte Laterne schnell finden. Nur wenige Klicks sind nötig, um sie als gestört zu melden.
  • Nach Eingabe der Störung gelangt die Meldung direkt zum Reparatur-Team des mit der Betriebsführung beauftragten Konsortiums Straßenbeleuchtung Dortmund, kurz Strabeldo.
  • Die Mithilfe der Dortmunder ist ausdrücklich erwünscht, heißt es beim Tiefbauamt. „Auch wenn StraBelDo regelmäßige Kontrollen an der gesamten Straßenbeleuchtung durchführt, sind Anwohner häufig die Ersten, die eine Störung in ihrem direkten Umfeld bemerken.“
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