Saalbau-Fassade in Dortmund braucht dringende Sanierung

Denkmalschutz

Der Mengeder Saalbau hat eine denkmalgerechte Sanierung dringend nötig. Im Sommer können die Arbeiten losgehen. Die Kosten dafür gehen in die Millionen.

Mengede

17.02.2021, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Mengeder Saalbau ist sanierungsbedürftiger als gedacht.

Der Mengeder Saalbau ist sanierungsbedürftiger als gedacht. © Uwe von Schirp (Archivbild)

Der Verwaltungsvorstand empfiehlt dem Rat der Stadt Dortmund, die denkmalgerechte Sanierung des Saalbaus Mengede zu beschließen.

Wegen sichtbarer Risse und Abplatzungen an den Gesimsen des Hauptgebäudes und des Turmes gab es eine umfassende Untersuchung.

Dafür wurde die Gebäudesubstanz untersucht, indem Proben der Original-Baumaterialien analysiert wurden. Das teilt die Stadt Dortmund in einer Pressemitteilung mit.

Sanierung ist dringender als angenommen

Die Ergebnisse der Untersuchung offenbarten, dass eine umfassende Sanierung des gesamten Gebäudes möglichst bald eingeleitet werden muss. Der Erneuerungsbedarf sei größer als zuvor angenommen, so die Stadt.

Nach Abstimmungsgesprächen mit der Unteren Denkmalbehörde wird die Sanierung nach historischen Vorlagen durchgeführt.

Diese ergaben, dass die neuen Fenster nun in Holzbauweise erstellt werden und die Dacheindeckung mit Tonziegeln erfolgt.

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Auch die ehemaligen Toröffnungen und Sockelbereiche zur Rigwinstraße sollen wieder neu entstehen. Die Stadt rechnet mit Sanierungs-Kosten in Höhe von mehr als 1,6 Millionen Euro.

Nach dem Beschluss des Rates Ende März können die Ausschreibungen der Arbeiten gestartet werden. Mit einem Beginn der Arbeiten wäre frühestens im August zu rechnen. Eine Entwurfsplanung dafür liegt bereits vor. Die Arbeiten dauern wohl fast ein Jahr.

FAKTEN ZUM SAALBAU MENGEDE

  • Der Saalbau Mengede wurde 1915 errichtet und besteht aus einem Gebäudekomplex mit Haupthaus und Turm, sowie einem Anbau am Süd-West-Giebel. Das Gebäude wurde ursprünglich als Feuerwache mit einer dazugehörigen Turnhalle im Obergeschoss genutzt.
  • Das Gebäude steht in unmittelbarem architektonischen Zusammenhang mit dem angrenzenden Schulgebäude, ist denkmalgeschützt und als Baudenkmal eingetragen. Aktuell befinden sich im Erdgeschoss Gastronomie- und Büroräume sowie ein Kiosk. Das Obergeschoss wird heute von einem Kulturverein genutzt.
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