S-Bahn fährt am Hauptbahnhof Dortmund vor Prellbock: Mehrere Verletzte

dzFeuerwehreinsatz

Eine S-Bahn ist am späten Dienstagabend (10.11.) im Hauptbahnhof Dortmund vor einen Prellbock gefahren. Die Feuerwehr musste ausrücken, um mehrere Verletzte zu versorgen.

Dortmund

, 11.11.2020, 08:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit viel Personal ist die Feuerwehr Dortmund am späten Dienstagabend (10.11.) zu einem Einsatz am Hauptbahnhof Dortmund ausgerückt. Die Alarmierung ging um 22.55 Uhr ein, so Pressesprecher Oliver Körner am Mittwochmorgen. Eine S-Bahn war am Gleis 5 vor einen Prellbock gefahren. Der Zusammenstoß sei jedoch nicht allzu heftig gewesen, so Körner: „Eher eine etwas stärkere Bremsung.“

Da beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte noch unklar war, wie viele Personen sich verletzt haben, wurden weitere Retter angefordert. Weitere Rettungswagen, zwei Notärzte und Leitungskräfte rückten zum Hauptbahnhof aus.

Zwei Verletzte ins Krankenhaus gebracht

In der Bahn S5, die vom Hauptbahnhof in Witten über Witten-Annen, Kruckel und Barop nach Dortmund gefahren war, befanden sich während des Unfalls 12 Passagiere, die von den Notärzten untersucht wurden. Zwei von ihnen mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die zehn weiteren Passagiere konnten nach der Untersuchung am Unfallort aber nach Hause gehen - mit dem Hinweis, sich bei einem Arzt zu melden, falls noch Schmerzen auftreten, so der Feuerwehrsprecher. „Diese Personen können maximal sehr leicht verletzt gewesen sein“, so Oliver Körner.

In der S-Bahn ging eine Glas-Abtrennung zu Bruch.

In der S-Bahn ging eine Glas-Abtrennung zu Bruch. © Bundespolizei

Während des Einsatzes ließ die Bundespolizei die Bahnsteige 4, 5 und 6 für Personen sperren. Das betroffene Gleis 5 wurde für den Bahnverkehr gesperrt.

Bundespolizei ermittelt zur Unfallursache

Für die weiteren Ermittlungen ist die Bundespolizei zuständig. Sie nahm noch in der Nacht die Ermittlungen auf. Der Unfallzug wurde beschlagnahmt. Mit dem Fahrer der S-Bahn wurde ein Atemalkoholtest gemacht, „um jeden Zweifel auszuräumen“, so Volker Stall, Pressesprecher der Bundespolizei. Der Test fiel negativ aus.

Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen noch: „Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder, dass der Triebfahrzeugführer etwas falsch gemacht hat, oder, dass es technische Probleme gab“, so Volker Stall, Pressesprecher der Bundespolizei. Diese Frage versuchen die Bahnunfallermittler der Behörde nun zu klären.

Den Sachschaden beziffert die Bundespolizei in ihrer Mitteilung zu dem Unfall nicht exakt, er sei aber „nicht unerheblich“. Die genaue Schadenshöhe ermittelt der zuständige Fachdienst der Deutschen Bahn.

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