Ruhiger „Car-Freitag“ in Dortmund – reges Treiben auf Phoenix-West

dzKarfreitag und Corona

Wohl aufgrund der Corona-Krise verhielt sich die Autotuner-Szene am Karfreitag (10.4.) ungewohnt ruhig – trotzdem mussten Polizei und Ordnungsamt in Dortmund fleißig kontrollieren.

von Wilco Ruhland, Oliver Schaper

Dortmund

, 11.04.2020, 22:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Traditionell treffen sich am Karfreitag Autoliebhaber und -tuner, um den von ihnen ins Leben gerufene „Car-Freitag“ zu zelebrieren. Genauso Tradition hat es, dass die Polizei an diesem Tag verstärkt kontrolliert – auf Geschwindigkeitsübertretungen, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr und verbotene Umbauten an Fahrzeugen.

In diesem Jahr kamen am Karfreitag (10.4.) Kontrollen auf Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung hinzu. Derzeit untersagt sind größere Menschengruppen als zwei Personen (unter Ausnahmen).

Polizei und Stadt kündigten in der vergangenen Woche (KW 15) an, ihre Kontrollen gegen jene Verstöße über das Osterwochenende weiterzuführen und sogar auszuweiten.

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An diesem Wochenende kam etwa der zuletzt gut besuchte Fredenbaumpark zu den Bereichen hinzu, die verstärkt kontrolliert wurden. So sperrte die Stadt Zufahrten zu den Parkplätzen innerhalb des Parks, um das Anreisen mit Grill- und Picknick-Equipment zu verhindern.

Picknicken oder Grillen auf öffentlichen Plätzen und Anlagen kostet bei erstem Verstoß 250 Euro. Wer mit mehr als einer weiteren Person in der Öffentlichkeit im Auto unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von 200 Euro rechnen. Bei mehrmaligen Verstößen verdoppelt sich jeweils die Strafe.

Das Frühlingswetter am Karfreitag lockte trotz Corona-Krise einige Menschen nach draußen. Doch viele große Ansammlungen habe sie bislang nicht auflösen müssen, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitagabend (10.4.).

Das Frühlingswetter am Karfreitag lockte trotz Corona-Krise einige Menschen nach draußen. Doch viele große Ansammlungen habe sie bislang nicht auflösen müssen, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitagabend (10.4.). © Oliver Schaper

Nur zwei beschlagnahmte Autos

Doch am Karfreitag rechnete die Polizei trotz der anhaltenden Corona-Pandemie erneut mit Anreisen aus ganz NRW, hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch (8.4.).

Die Pandemie hatte dann aber scheinbar doch deutlichen Einfluss auf den „Car-Freitag“ und die Tuner-Szene in Dortmund. Nach derzeitigem Kenntnisstand (Samstag, 11.4.) beschlagnahmte die Dortmunder Polizei lediglich zwei technisch veränderte Autos.

Reges Treiben auf Phoenix-West

Ein bisschen was war aber doch los. Auf Phoenix-West etwa herrschte am Freitagnachmittag reges Treiben. Ordnungsamt und Polizei kontrollierten fleißig und gingen auf mehrere Personengruppen zu, um sie aufzulösen.

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Circa 60-80 Autos – bei weitem nicht nur Tuner – waren gegen 18 Uhr zu beobachten. Laut Augenzeugen-Aussagen verteilten die Einsatzkräfte gerade an diesem Freitag schneller Knöllchen als noch am Vortag.

Ein Sprecher der Polizei konnte am Freitag lediglich bestätigen, dass der Karfreitag nach ersten Erkenntnissen ungewohnt ruhig verlaufen war. Genaue Zahlen über Kontrollen und verteilte Strafen konnte die Polizei bislang (Stand Samstagabend, 11.4.) nicht liefern.

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