Ruhestörung eskaliert: Dortmunder soll Nachbarn mit Waffe bedroht haben

Polizeieinsatz

Wegen „sehr, sehr lauter Musik“ haben sich in Dortmund zwei Nachbarn heftig gestritten. Über den genauen Ablauf herrscht Verwirrung. War auch eine Waffe im Spiel?

Dortmund

29.01.2020, 16:04 Uhr / Lesedauer: 1 min

Allzu viel hat ein 53-Jähriger am Dienstagabend (28.1.) von seiner Umwelt wohl nicht mehr mitgekommen. „Sehr, sehr laut“ habe er die Musik in seiner Wohnung in Löttringhausen aufgedreht. So gab es der Dortmunder später selbst bei der Polizei zu Protokoll.

Kurz nach 22 Uhr beschwerte sich ein Nachbar wegen Ruhestörung. Davon, wie es dann weiterging, gibt unterschiedliche Versionen. Wie die Polizei Dortmund in einer Pressemitteilung schreibt, behauptet der 53-Jährige, dass ihn sein jüngerer Nachbar unmittelbar geschlagen und getreten habe. Entsprechende Verletzungen zeigte er den herbeigerufenen Beamten.

Schreckschusswaffe sichergestellt

Der 39-jährige Nachbar spricht hingegen davon, dass ihn der Ruhestörer mit einer Schusswaffe bedroht habe. Ein Zeuge bestätigte diese Version, auch er sei mit der Waffe bedroht worden. Allerdings sollen sich die beiden Männer zuvor lauthals gestritten haben, sagt ein zweiter Zeuge.

Die Polizisten nahmen den alkoholisierten Ruhestörer fest. „In der Wohnung stellten die Beamten außerdem eine Schreckschusswaffe sicher“, berichtet eine Polizeisprecherin.

Eine ebenfalls alkoholisierte Besucherin des Mannes musste direkt mit aufs Revier. Die 47-jährige Herdeckerin hatte die Polizisten vor Ort lauthals gestört. Ermittelt wird wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt