Ruderboote von Germania Dortmund werden mutwillig zum Kentern gebracht

dzAuf Dortmund-Ems-Kanal

Immer öfter werden die Ruderer von Germania Dortmund von Schwimmern auf dem Dortmund-Ems-Kanal verunsichert. Der jüngste Angriff ärgert den Club besonders.

Eving

, 13.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Eigentlich sollte es ein lustiges Sommerfest werden, das der Ruderclub Germania Dortmund feierte. Doch die fröhliche Feier stand ganz im Zeichen eines Vorfalls nur wenige Tage zuvor, bei dem zwei jugendliche Ruderer mit ihrem Boot mutwillig zum Kentern gebracht wurden.

„Wir sind oft auf dem Dortmund-Ems-Kanal unterwegs“, erzählt Stefanie Görtz, die Pressewartin des Ruderclubs. So auch in der vergangenen Woche. Gleich mehrere Ruderboote waren gemeinsam unterwegs, als sich ihnen eine Gruppe jugendlicher Schwimmer näherte.

Schwimmer sind normalerweise kein Problem für die Ruderer

Normalerweise ist das für die erfahrenen Ruderer kein Problem. „Bei gutem Wetter sind oft viele Schwimmer unterwegs. Aber da können wir eigentlich immer Rücksicht drauf nehmen und ihnen ausweichen“, sagt auch Stefanie Görtz. Allerdings müsse das auch andersrum genauso sein.

Doch dort liege laut dem Ruderclub das Problem. Bei dem jüngsten Vorfall beispielsweise seien die Schwimmer zuerst unter den Ruderbooten durchgetaucht. „Ich habe noch mein Ruder hochgenommen, weil ich Angst hatte, jemanden zu treffen“, berichtet Stefanie Görtz.

Mit Beulen und Schrammen ans Ufer gerettet

Als die Schwimmer aber unbeschadet weiter schwommen, sah die Rudererin die Gefahr schon gebannt. Doch weit gefehlt: Zuerst versuchten die Jugendlichen, ein nahegelegenes Kanu zum Kentern zu bringen. Als der Versuch fehlschlug, schwammen sie weiter zu einem Boot mit zwei jugendlichen Ruderern.

Dort machten sie kurzen Prozess, das Boot kenterte, die Jugendlichen landeten im Wasser. Mit ein paar Schrammen und Beulen konnten sie sich ans Ufer retten und zu Fuß den Rückweg zum Clubheim antreten.

Der Ruderclub hat Anzeige erstattet

„Da ist gottseidank nichts Schlimmeres passiert. Aber es hätte auch anders ausgehen können“, sagt Stefanie Görtz verärgert. Die Verantwortlichen von Germania Dortmund haben aber trotzdem mittlerweile Anzeige bei der Polizei erstattet, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Besonders die Regelmäßigkeit der Vorfälle ärgert Stefanie Görtz: „Das ist jetzt schon ein paar Mal passiert. Bisher ist es aber immer beim Versuch geblieben.“ Zuletzt wurde auch ein erwachsener Ruderer bedrängt, der sich aber gegen die jugendlichen Schwimmer wehren konnte. Der schaffte es allerdings. Blöde Sprüche könne man ja bis zu einem gewissen Punkt ertragen - aber das hier sei nun definitiv kein Spaß mehr.

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