Riesen-Bauloch klafft derzeit auf Campus-Nord der TU Dortmund

Bauarbeiten

Wegen des digitalen Corona-Sommersemester sind Studierende zurzeit Mangelware an der TU Dortmund. In ihrer Abwesenheit geht ein Riesen-Bauvorhaben auf dem Campus-Nord jedoch weiter.

Dortmund

, 14.05.2020, 12:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Über eine Webcam lassen sich die Bauarbeiten am neuen Praktikumsgebäude für die TU Dortmund verfolgen.

Über eine Webcam lassen sich die Bauarbeiten am neuen Praktikumsgebäude für die TU Dortmund verfolgen. © Webcam TU Dortmund

Das Loch ist gewaltig: 14 Meter tief ist die Baugrube an der Otto-Hahn-Straße auf dem Campus-Nord. Hier wird zurzeit die Bodenplatte für das neue Praktikumsgebäude der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie der TU Dortmund gegossen. Bis Ende 2022 entsteht hier ein sechsgeschossiger Bau mit rund 3300 Quadratmetern Nutzfläche.

Die Kantenlänge der Baugrube beträgt 55 Meter. 25.000 Kubikmeter Erdreich wurden abgefahren. „Der Fortschritt der Bauarbeiten verläuft bisher trotz Corona-Krise nach Plan“, berichtet Jürgen Palgen vom Dezernat Bau- und Facilitymanagement der TU Dortmund, der den Neubau betreut.

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Im Praktikumsgebäude werden zwei große Praktikumsbereiche sowie Forschungslabore und Büros für die Anorganische und Organische Chemie untergebracht. Die Höhe des sechsgeschossigen Praktikumsgebäudes und dessen Klinkerfassade orientieren sich an dem benachbarten Neubau für die Fakultäten Chemie und Physik, der 2015 bezogen wurde.

Der Haupteingang des Gebäudes liegt an der Otto-Hahn-Straße. Außerdem gibt es für Beschäftigte und Studierende, die vom Bestandsgebäude Chemie/Physik kommen, einen Eingang auf der Nordseite.

Nachdem 2019 ein Pavillon, der bisher auf der Fläche des neuen Praktikumsgebäudes stand, abgerissen worden war, begannen in diesem Frühjahr die Rohbauarbeiten. Der Bauherr, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW), geht von einer Gesamtbauzeit von rund drei Jahren aus.

Teil eines „Dekaden-Projekts“

Der Neubau des Praktikumsgebäudes ist ein weiterer wichtiger Baustein im „Dekaden-Projekt“, in dem über rund zehn Jahre die Chemie- und Physikgebäude modernisiert oder neu errichtet werden. Generell wird der Gebäudebestand an der TU den seit Jahren gestiegenen Studierendenzahlen angepasst.

Ganz in der Nähe des Neubaus an der Otto-Hahn-Straße soll in den nächsten Jahren außerdem ein neues Instituts- und Forschungsgebäude entstehen.

Zurzeit ist vom Neubau vor allem ein gigantisches Loch zu sehen. Damit das Erdreich nicht in die Baugrube rutscht, wurden vor dem Aushub Bohrpfahlwände hergestellt: Am Rand der auszuhebenden Baugrube hatte die Baufirma hierzu zunächst knapp 20 Meter tiefe Löcher mit jeweils 90 Zentimetern Durchmesser gebohrt und diese mit Körben aus Bewehrungsstahl und Beton verfüllt. Damit entstand eine Pfahlreihe, die die Baugrube sichert.

Den Fortschritt der Arbeiten kann man auch live verfolgen - über eine Webcam.

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