Das Modehaus von Appelrath Cüpper am Westenhellweg bleibt. Nach dem Ende des Lockdowns soll es wieder öffnen. Mitten in der Corona-Krise rettete sich das Unternehmen jetzt aus der Insolvenz. © (A) Menne
Westenhellweg

Rettung vor der Pleite: Appelrath Cüpper bleibt Dortmunds City erhalten

Trotz Corona-Krise und Lockdown rettet sich Appelrath Cüpper aus der Insolvenz. Die Gefahr eines weiteren Leerstands am Westenhellweg ist abgewendet. Die Freude aber ist gedämpft.

Der mit Beginn der Corona-Pandemie in finanzielle Schieflage geratene Damenmode-Filialist Appelrath Cüpper hat die Pleite abgewendet. Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wurde erfolgreich abgeschlossen. Das Unternehmen rettet damit mehrere hundert Arbeitsplätze – rund 60 davon in Dortmund.

Nach der Übernahme des österreichischen Textilhändlers Peter Graf sollen nun alle 16 Filialen in Deutschland weitergeführt werden. „Das ist für Dortmund und jeden anderen Standort eine positive Nachricht“, sagt Thomas Schäfer, der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Westfalen-Münsterland.

„Motivierende Nachricht für die ganze Branche“

Der Handelsexperte sagt aber auch: „Der Lockdown trifft gerade den Textilhandel sehr stark. Man muss daher hoffen, dass der Atem für Appelrath Cüpper auch lang genug ist.“ Es dürfe aber einfach nicht passieren, dass der Lockdown noch einmal verlängert werde. Außerdem müssten die Staatshilfen auch endlich ausgezahlt werden.

Für Appelrath Cüpper war die Lage auch vor der Corona-Krise schon nicht einfach. Das Unternehmen befand sich mitten in einem Umstrukturierungsprozess. „Die Nachricht kommt aber jetzt zur richtigen Zeit und ist eine Motivation für die ganze Branche. Es ist gut, dass ein solch bekanntes Unternehmen in Dortmund bleibt – und es ist gut für die Mitarbeiter“, sagt der Vorsitzende des Cityrings, Tobias Heitmann.

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