Einheiten der Dortmunder Feuerwehr rückten am Donnerstagabend (15. Juli) unter anderen nach Hagen aus, um vor Ort zu helfen. © Helmut Kaczmarek
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Regen-Chaos: Dortmunder Einsatzkräfte helfen in ganz NRW

Die Folgen von Unwettertief „Bernd“ sind immens. Andere Orte hat es noch wesentlich härter getroffen als Dortmund - deshalb helfen jetzt Dortmunder Einsatzkräfte in ganz NRW.

Das Unwettertief „Bernd“ hat in Dortmund viel Schaden angerichtet. Allerdings nicht so schlimm, wie es andere Städte in Nordrhein-Westfalen getroffen hat.

In einigen Städten gibt es Hochwasser. Durch die Wassermassen wurden Häuser unterspült, die nun zum Teil einsturzgefährdet sind. In NRW wurden mehr als 50 Personen durch das Unwetter verletzt, rund 30 starben.

Deshalb eilten auch Teile der Dortmunder Feuerwehr und der Rettungskräfte zur Hilfe, um die Einsatzkräfte vor Ort zu unterstützen.

96 Einsätze in Hagen

Am Donnerstagabend (15. Juli) gegen 20 Uhr rückten fünf Züge der Feuerwehr nach Hagen aus, um über Nacht die Einsatzkräfte zu unterstützen, so Detlef Harries, stellvertretender Amtsleiter der Feuerwehr Dortmund. Dies sei von der Bezirksregierung angeordnet worden.

Der Dortmunder Trupp bestand aus Freiwilliger Feuerwehr und Berufsfeuerwehr., insgesamt aus 133 Einsatzkräften. Laut Harries habe man einiges an Sondertechnik mitgenommen, insgesamt können die Einsatzkräfte etwa 47.000 Liter Wasser pro Minute fördern.

96 Mal war die Dortmunder Feuerwehr im Einsatz, um vollgelaufene Keller in Privathäusern, aber auch in Tiefgaragen leer zu pumpen.

Dortmund unterstützt Leverkusen und Erftstadt

In Hagen seien zudem Rettungskräfte gewesen, die beispielsweise bei Evakuierungen oder dem Transport von Menschen helfen, wie Feuerwehr-Sprecherin Elke Bernholz erklärt.

Außerdem war die Dortmunder Feuerwehr noch in Leverkusen: Hier unterstützten fünf Einsatzkräfte der „mobilen Führungsunterstützung“ den Stab vor Ort.

Eine weitere Dortmunder Einheit des Rettungsdienstes war am Freitagmorgen noch in Erftstadt. Auch Sanitätskräfte der Dortmunder Hilfsorganisationen helfen dort bei bei der Versorgung von etwa 100 Menschen, die aus Altenheimen oder Krankenhäusern evakuiert werden mussten. Mitwirkende zudem: ausgebildete Pflegekräfte des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter Unfallhilfe, der Diakonie Dortmund sowie des Marienkrankenhauses Schwerte.

120 Feuerwehrleute aus Dortmund und dem Ennepe-Ruhr-Kreis begannen am Freitagmittag eine 24-Stunden-Schicht in Schleiden (Kreis Euskirchen). Dort sei „die Situation mehr als katastrophal“, so die Feuerwehr. Viele Menschen hätten alles Hab und Gut verloren, die Infrastruktur sei zusammengebrochen.

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1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
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Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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