Rassismus und verkohlte Leiche: Neue Tatort-Kommissarin freut sich auf Dortmund

dzNora-Dalai-Nachfolgerin

Der Dreh für den nächsten Dortmund-Tatort hat begonnen – mit einer neuen Kommissarin im Team und unter besonderen Umständen in Corona-Zeiten. Auch das Thema ist hochaktuell.

Dortmund

, 09.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie ist 32 Jahre jung und kommt aus Österreich. Dem TV-Publikum ist sie wengier bekannt, weil sie bisher in erster Linie auf der Theaterbühne gestanden hat – in Wien, Düsseldorf und Berlin: Stefanie Reinsperger ist die neue Dortmunder Tatort-Kommissarin im Ermittlerteam um Hauptkommissar Peter Faber (Jörg Hartmann). Als Rosa Herzog unterstützt sie neben Faber die Kommissare Martina Bönisch (Anna Schudt) und Jan Pawlak (Rick Okon).

Sie folgt auf Aylin Tezel, die im vergangenen Jahr wegen neuer künstlerischer Herausforderungen ihren Rückzug aus Dortmund bekannt gegeben hatte. Wie Stefanie Reinsberger in einem WDR-Tweet erklärte, ist sie „unglaublich dankbar für diese Chance und Gelegenheit. Ich bin unglaublich glücklich, Dortmund unsicher machen zu dürfen und ein bisschen mehr noch über diese Stadt zu lernen und zu erfahren.“

Fake News, Rassismus und Polizeigewalt

Die Dreharbeiten zu Folge 17 „Heile Welt“ laufen bereits seit Dienstag (7.7.), wieder mit hochaktuellen Themen wie Fake News, Rassismus und Polizeigewalt. Im ersten Fall von Rosa Herzog wird nach einem Brand im Keller des Gerberzentrums, einer Hochhaus-Siedlung in Dortmund (die es natürlich in Wirklichkeit nicht gibt), die verkohlte Leiche einer jungen Frau gefunden. Rosa Herzog erkennt schnell, dass das Opfer erschlagen wurde. Auch finden sich Hinweise auf eine versuchte Vergewaltigung.

Wegen der Corona-Krise haben die Dreharbeiten mit Verspätung begonnen. Die ersten Aufnahmen in Dortmund fanden am Mittwoch (8.7.) im Dortmunder Studio der WDR-Lokalzeit statt. Dort verriet auch Regisseur Sebastian Ko, dass die Regeln für die Dreharbeiten zu Corona-Zeiten noch strenger werden.

Schauspieler in Quarantäne

„Wir haben ja in Dortmund vier Hauptkommissare. Und alle vier müssen vor dem Drehstart zu Hause in Quarantäne bleiben. Das ist wichtig, weil Abstände in vielen Drehszenen nicht eingehalten werden können, zum Beispiel, wenn die Schauspieler zusammen im Auto sitzen“, berichtete Ko in der Lokalzeit.

Beim ersten Drehtag in Dortmund waren die Kommissare noch nicht vor Ort; aber ein Dortmunder Theatergängern bekanntes Gesicht stand oder besser saß vor der Kamera: Der Dortmunder Schauspieler Michael Kamp, der elf Jahre zum Ensemble von Schauspielchef Michael Gruner gehörte, muss als Lokalpolitiker in einem Fernsehinterview Rede und Antwort zur Polizeigewalt stehen.

Das Drehbuch zu „Heile Welt“ stammt wie die meisten Dortmunder Tatort-Bücher von Jürgen Werner. Bis der neue Tatort im Fernsehen zu sehen sein wird, dauert noch etwas: Der Sendetermin ist für 2021 geplant.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt