Raser in Spielstraßen: Ordnungsamt verschärft Kontrollen - BVB-Fans im Visier

dzVerkehr

Über die Hälfte der Autofahrer fährt in Spielstraßen zu schnell - das war das Ergebnis der Kontrollen im vergangenen Jahr. Nun wird überprüft, ob sich etwas geändert hat.

Dortmund

, 27.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Die Beschwerden der Anwohner aufgrund von Rasern und Falschparkern in Spielstraßen nehmen immer mehr zu“, berichtet Stadtpressesprecher Maximilian Löchter.

„Bei der Verkehrsüberwachung im Ordnungsamt gehen täglich zwischen 40 und 60 Beschwerden zum gesamten Stadtgebiet ein. Dies betrifft allerdings alle Sachverhalte zum ruhenden und fließenden Verkehr, die Spielstraßen sind ein Teil davon“, so Löchter. Dort wird das Ordnungsamt in diesen Tagen deshalb vermehrt kontrollieren.

Die verstärkten Kontrollen vor allem in verkehrsberuhigten Bereichen gab es im vergangenen Herbst schon einmal. In 109 Straßen wurde geprüft, dies führte zu insgesamt 147 Verwarnungen. 39 Autos wurden abgeschleppt.

Das sind die Regeln:

Die Regeln in verkehrsberuhigten Bereichen, so genannten Spielstraßen, lauten wie folgt:

  • Das Parken ist ausschließlich in gekennzeichneten Flächen erlaubt (anthrazitfarbenes Pflaster und/oder weiße Markierungen).
  • Be- und Entladen darf maximal 15 Minuten dauern. Halten darf man dafür auch auf nicht markierten Flächen.
  • Die Schrittgeschwindigkeit (4-7 km/h) muss eingehalten werden.
  • Es gilt grundsätzlich „rechts vor links“.
  • Beim Verlassen des verkehrsberuhigten Bereichs haben die anderen Verkehrsteilnehmer Vorrang.

Das droht Falschparkern:

In einem Urteil bestätigte das Oberverwaltungsgericht Münster im

Jahre 1996, dass widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge abgeschleppt werden

können, auch wenn von ihnen keine konkrete Verkehrsbehinderung ausgeht.

Das Verwarnungsgeld für den Verkehrsverstoß „Parken in einem verkehrsberuhigten Bereich außerhalb gekennzeichneter Parkflächen“ beträgt 10 Euro, steht das Fahrzeug länger als drei Stunden dort, erhöht sich der Betrag auf 20 Euro.

So viel kostet zu schnelles Fahren:

Laut Bußgeldkatalog kostet alles, was bis zu zehn Stundenkilometern über der erlaubten Schrittgeschwindigkeit liegt, 20 Euro Bußgeld. 25 Euro werden fällig, wenn man 11 bis 15 km/h zu viel auf dem Tacho hat. Bis 20 km/h kostet es 35 Euro, bei 21 bis 25 km/h 80 Euro und es gibt einen Punkt in Flensburg, 26 bis 30 km/h zu viel kosten 100 Euro Bußgeld und es gibt ebenfalls einen Punkt.

In 47 kontrollierten Bereichen im letzten Herbst waren 347 von 599 Fahrzeugen zu schnell. Insbesoondere nach BVB-Heimspielen fahren vor allem auch auswärtige Autofahrer oft in im erweiterten Umkreis des Stadions gelegenen Spielstraßen mit Geschwindigkeiten von 30 bis 50 km/h weiter, erhob eine Bürgerinitiative aus der Schönaustraße im letzten Jahr.

„Bei Heimspielen des BVB wird nach Möglichkeit auch in den angrenzenden verkehrsberuhigten Bereichen kontrolliert, wobei der Fokus bei Heimspielen eher bei den Falschparkern liegt“, so Löchter. Das nächste Heimspiel fiindet am Samstag, 28.9., im Signal Iduna Park statt. Es geht gegen Werder Bremen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt