Immer wieder kontrolliert die Polizei die Einhaltung der Coronamaßnahmen an der Möllerbrücke. Am vergangenen Freitag musste sie eine größere Menschenansammlung auflösen. (Archivbild: 23. April) © Schaper
Nächtlicher Polizeieinsatz

Randale an Möllerbrücke und im Westpark: Polizei löst Party auf

Seit es keine Ausgangssperre mehr gibt, sind nachts viele Menschen in der Stadt unterwegs. Im Westpark und an der Möllerbrücke löste die Polizei in der Nacht zu Donnerstag eine Party auf.

Augenzeugen berichten von randalierenden Jugendlichen, die an der Möllerbrücke Straßenschilder umrissen und Bierflaschen zerdepperten. Es soll in der Nacht zu Donnerstag (Fronleichnam) im Bereich des Westparks eine Rave-Party mit rund 150 Leuten gegeben haben.

„Die Leute haben an der Möllerbrücke auch auf der Straße gefeiert und bei mir am Bier-Café West im Westpark wurden meine Gartenmöbel im Außenbereich demoliert“, sagt Cüneyet Karadas, der Inhaber des Cafés.

Er zeigt Verständnis dafür, dass Jugendliche nach dem Lockdown und der Ausgangssperre bei dem herrlichen Wetter am Mittwochabend (2.6.) wieder abfeiern wollten. „Die können sich bei mir auch aufhalten und da nachts was trinken, aber warum muss man alles demolieren. Das verstehe ich nicht“, sagt Cüneyet Karadas.

Mutwillig zerstörte Gartenmöbel am Bier-Café West

Sieben Monate hat er seine Gastronomie wegen der Pandemie-Bestimmungen schließen müssen. Die Zeit hat er genutzt, um etwas umzubauen und einiges zu verschönern. Und nun das. Donnerstagmorgen stand er, nachdem ihn einer Mitarbeiter informiert hatte, vor dem mutwillig zerstörten Mobilar.

Hatte die Dortmunder Polizei am Vormittag des Fronleichnam-Feiertages auf Anfrage unserer Redaktion noch von „keinen besonderen Vorkommnissen“ in der vorausgegangenen Nacht berichtet, so wurde bei einer weiteren Anfrage am Nachmittag doch ein größerer an der Möllerbrücke und am Westpark bestätigt.

Uneinsichtige kamen zur Ausnüchterung in die Zelle

„Die Menschen haben im Zuge der Lockerungen ihre Freiheitsrechte genossen und dabei teilweise übertrieben“, hieß es. Viele waren wohl betrunken, pöbelten rum und randalierten. Man sei zwischen 1 Uhr und 3 Uhr wiederholt wegen Ruhestörungen angerufen worden.

Die Spuren der nächtlichen Verwüstung: Dieses Bild bot sich Cüneyet Karadas, als er am Morgen des Fronleichnam-Feiertags den Außenbereich seines Bier-Cafès West in Dortmund sah.
Die Spuren der nächtlichen Verwüstung: Dieses Bild bot sich Cüneyet Karadas, als er am Morgen des Fronleichnam-Feiertags den Außenbereich seines Bier-Cafès West sah. © Karadas © Karadas

Es seien mehrere Platzverweise ausgesprochen worden, so die Polizei. Daraufhin habe sich das Geschehen zur Möllerbrücke verlagert. Dort habe es Körperverletzungsdelikte und Ingewahrsamnahmen gegeben. Es wurden Anzeigen gestellt und einige Uneinsichtige zur Ausnüchterung in eine Zelle gebracht.

„Wir haben die Ordnung wieder hergestellt“, erklärte die Polizei. Von einer Rave Party wisse man aber überhaupt nichts. „Etwas Organisiertes“, so die Feststellung, „hat nicht stattgefunden.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Nach mehreren Stationen in Redaktionen rund um Dortmund bin ich seit dem 1. Juni 2015 in der Stadtredaktion Dortmund tätig. Als gebürtigem Dortmunder liegt mir die Stadt am Herzen. Hier interessieren mich nicht nur der Fußball, sondern auch die Kultur und die Wirtschaft. Seit dem 1. April 2020 arbeite ich in der Stadtredaktion als Wirtschaftsredakteur. In meiner Freizeit treibe ich gern Sport: Laufen, Mountainbike-Fahren, Tischtennis, Badminton. Außerdem bin ich Jazz-Fan, höre aber gerne auch Rockmusik (Springsteen, Clapton, Santana etc.).
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Peter Wulle

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