Ramadan-Appell der Stadt auf Persisch, Arabisch, Bosnisch und Türkisch

dzFastenzeit und Corona

Die Stadt und der Rat der Muslime appellieren an die Dortmunder, sich auch während des Ramadans an die Kontaktverbote zu halten. Das Grußwort hat die Stadt gleich in fünf Sprachen verschickt.

Dortmund

, 24.04.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der heilige Fastenmonat Ramadan beginnt auch für viele Muslime in Dortmund am Freitag (24.4.). Durch die Corona-Pandemie ist in diesem Jahr allerdings vieles anders als gewohnt.

Genau wie Kirchen, Synagogen und andere Gebetshäuser dürfen die Moscheen aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nicht öffnen. Auch Ramadan wird daran wohl nichts ändern. Es wird nicht möglich sein, für die Gebete in die Moscheen zu gehen.

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Durch das Kontaktverbot dürfen sich die Menschen außerdem nicht gegenseitig zum gemeinsamen Fastenbrechen, („Iftar“) in den Gemeinden und Restaurants treffen. Auch gegenseitige private Besuche sollen nicht stattfinden - auch wenn sie laut Corona-Schutzverordnung rein rechtlich nicht verboten sind.

Das komplette Ramadan Grußwort auf Deutsch

Das komplette Ramadan Grußwort auf Deutsch © Screenshot

„Das Zusammenkommen von Menschen ist ein elementarer Bestandteil des Fastenmonats“, heißt es in einem am Mittwoch (22.4.) veröffentlichtem Grußwort zum Ramadan von der Stadt Dortmund, dem Integrationsrat, dem RDMG und der Dortmunder Polizei.

Für die Stadt sei auch der damit einhergende interreligiöse Dialog Normalität, der deutlich mache: „Der Islam gehört zu Dortmund!“

„Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Situation kann jedes Zusammenkommen eine Gefahr für die Gesundheit Ihrer Mitmenschen werden“, heißt es in der Mitteilung weiter. Deshalb stehe man vor einer besonderen Herausforderung.

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„Wir appellieren daher auch im Rahmen des anstehenden Fastenmonats Ramadan an das Verantwortungsbewusstsein aller Menschen, die religiösen Pflichten, Gebete und Fastenbrechen ausschließlich privat und zu Hause zu verrichten und auf Einladungen und Besuche zum gemeinsamen Fastenbrechen zu verzichten.“

Die Bitte lautet, weiterhin „Solidarität und Vernunft“ walten zu lassen, um die Gesundheit aller zu schützen - auch damit der Ramdan im kommenden Jahr wieder in gewohnter Weise zelebriert werden könne.

Das Grußwort wurde auf fünf Sprachen veröffentlicht: Deutsch, Arabisch, Türkisch, Persisch und Bosnisch (siehe Artikel-Ende). Zusätzlich gibt es eine Videobotschaft des Dortmunder Bürgermeisters Ullrich Sierau und der Integrationsratsvorsitzenden Aysun Tekin mit Untertiteln in den jeweiligen Sprachen:

Online-Gebete zum Ramadan

Im Ramadan-Grußwort wird auch die Möglichkeit aufgezeigt, die Gebete im Internet per Video zu übertragen. Zumindest bei zwei Dortmunder Gemeinden sind wir diesbezüglich fündig geworden:

  • Die deutschsprachige Gemeinde Wali-Aktiv in Hombruch wird Gebete und tägliche Ansprachen über ihre Facebook-Seite übertragen, sagt Imam Abdelhay Fadil im Gespräch mit der Redaktion. Außerdem bestehe die Überlegung auch den Islamunterricht und die Seminare im Web zu übertragen.


    Darüber hinaus organisiert die Gemeinde für Studenten und Alleinstehende eine Aktion für das Fastenbrechen. Mitglieder der Gemeinde werden Mahlzeiten kochen, die man sich nach vorheriger Anmeldung und gegen eine Spende an der Moschee am Krückenweg in umweltfreundlichen Boxen abholen kann.
  • Auch der Verein der Kulturfreunde mit der Al-Fath Moschee an der Mallinckrodtstraße bietet Online-Seminare und Live-Übertragungen an.

Das Grußwort in den verschiedenen Sprachen:

Arabisch

Arabisch © Screenshot

Türkisch

Türkisch © Screenshot

Persisch

Persisch © Screenshot

Bosnisch

Bosnisch © Screenshot

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