Radwege erhalten rote Farbe: Stadt will Kreuzungen sicherer machen

Straßenverkehr

Nach tödlichen Unfällen mit Radfahrern markiert die Stadt die Radwege an stark befahrenen Kreuzungen vor allem in der Innenstadt. 2019 geht es los. Wir zeigen die Kreuzungen in einer Karte.

Dortmund

, 22.01.2019, 04:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Radwege erhalten rote Farbe: Stadt will Kreuzungen sicherer machen

Wie hier auf der Kreuzung an der Schützenstraße / Mallinckrodtstraße sollen weitere Kreuzungen in der Stadt rote Radwegmarkierungen erhalten. © Peter Bandermann

Nach einer außerordentlichen Sitzung der Verkehrsunfallkommission hat die Stadt Dortmund im Jahr 2018 bereits auf tödliche Unfälle zwischen Rad- und Lkw-Fahrern reagiert. Auf zwei Kreuzungen, an denen nach rechts abbiegende Lkw die Radfahrer übersehen und überfahren haben, sind die Radwege rot markiert worden. 16 weitere Kreuzungen sollen 2019 folgen. 2020 nimmt sich das Tiefbauamt noch einmal zwölf Kreuzungen vor, um die Radfahrer-Sicherheit zu erhöhen.

Die ersten Arbeiten beginnen im Frühjahr 2019 „zu verkehrsarmen Zeiten oder an Wochenenden“, wie die Stadt berichtet. Das Tiefbauamt verfügt über 152.000 Euro. Die 16 Straßen, die auf dem Arbeitsplan für 2019 stehen, liegen in der Innenstadt. Von den zwölf Kreuzungen im Jahr 2020 liegen zwei in Außenbezirken:

  • Hörde: Kreuzung Konrad-Adenauer-Allee / Nortkirchenstraße
  • Eving: Kreuzung Evinger Straße / Deutsche Straße

Werner Blanke vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) bezeichnet die Rot-Einfärbungen auf Kreuzungen als „Schritt in die richtige Richtung“ – der jedoch nicht weit genug gehe. Eine vor 15 Jahren gefasste Meinung habe der ADFC inzwischen geändert. Die Fahrbahnmarkierungen sollten die Radwege nicht nur auf Kreuzungen hervorheben, „sondern auf allen Radwegen im gesamten Stadtgebiet“, sagte Werner Blanke am Montag auf Anfrage.

Fahrradclub: Dortmund soll Köln folgen

Werner Blanke: „In Köln sind alle Radwege rot eingefärbt. Das fordern wir für Dortmund. Natürlich geht das ins Geld. Wenn man bedenkt, was ein Kilometer für Autos kostet, dann sind rote Radwegmarkierungen vergleichsweise preiswert.“ Es gehe darum, Radfahrer „präsenter zu machen“. Erforderlich sei ein durchgehend rot markierter Radweg zum Beispiel auf der Hohen Straße.

Ein Schwerpunkt im Jahr 2019 liegt auf der von Rad- und Lkw-Fahrern stark befahrenen Mallinckrodtstraße: Auf vier Kreuzungen (Leopoldstraße, Bornstraße, Brunnenstraße, Uhlandstraße) wird das Tiefbauamt die Radwege rot einfärben (siehe auch Grafik).

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt