Radfahrer und Fußgänger dürfen auf durchgängigen Kanalweg hoffen

dzIn Holthausen

Entlang des Kanals in Holthausen könnte man schön joggen, Radfahren oder spazieren gehen - wenn da nicht ein oft abgesperrtes Tor wäre. Diese Situation könnte sich bald ändern.

Holthausen

, 30.09.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Radfahrer und Fußgänger können sich Hoffnungen machen, den Weg längs des Kanals in Holthausen bald durchgängig befahren oder erlaufen zu können. Das geht aus einem Schreiben von Stadtrat Arnulf Rybicki an die Bezirksvertretung Eving hervor.

Zum Hintergrund: Schon seit Jahren drängt die Bezirksvertretung darauf, den Weg zwischen Ellinghauser Straße und Schwieringhausen, der zum Beispiel über die Straße Am Hausacker zu erreichen ist, freizugeben.

Er ist derzeit durch ein Sperrwerk des Wasser- und Schifffahrtsamtes Duisburg (WSA) unterbrochen, das mit einem Tor abgeschlossen ist. Hinzu kommt ein schlammiger Untergrund des Weges.

Schon 2016 einen Vertrag geschlossen

Nach Aussagen Rybickis hat die Stadt bereits 2016 einen Vertrag mit dem WSA abgeschlossen. Die Instandsetzung sollte das WSA übernehmen, die spätere Pflege die Stadt Dortmund. Eine Unterhaltung des Weges, so Rybicki, hätte allerdings nur erfolgen können, wenn der Weg drei Meter breit wird und eine Asphaltdecke erhält.

Die Mehrkosten für diese Schicht hätten sich Stadt und WSA geteilt - das WSA hätte die Herstellung bis zur Schotterschicht bezahlt, die Stadt Dortmund die abschließende Asphaltdecke.

Derzeit ist der Durchgang am Sperrwerk der Bundes-Wasser- und Schifffahrtsverwaltung noch verboten, wie es dieses Schild anzeigt

Derzeit ist der Durchgang am Sperrwerk der Bundes-Wasser- und Schifffahrtsverwaltung noch verboten, wie es dieses Schild anzeigt. © Andreas Schröter

Davon jedoch riet das WSA ab. Eine Breite von 3 Metern sei schwierig zu realisieren. Derzeit beträgt die Breite zwischen 2,10 und 2,70 Metern. Wollte man das ändern, müsste man starke Eingriffe in die Radbereiche vornehmen. Auch wirke sich das negativ auf den Hochwasserschutz aus. Eine Asphaltschicht anzulegen wäre zudem sehr teuer. Auch das Überprüfen der Kanalseitendämme würde durch eine Asphaltdeckschicht erschwert, da Ausbrüche im Untergrund nicht rechtzeitig erkannt und behoben werden könnten. Daher könnte es langfristig zu spontanen Zusammenbrüchen an der Oberfläche kommen.

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Für die Asphalt-Anlieferung wären zudem lange Anfahrtswege von bis zu vier Kilometern auf engen Wegen und im Rückwärtsgang erforderlich, da es keine Wende- und Ausweichmöglichkeiten gebe. Auch die Durchfahrthöhen seien wegen der Brücken in diesem Bereich eingeschränkt.

Daher haben sich Stadt und WSA nun darauf geeinigt, dass das WSA die Ertüchtigung des Weges in Eigenregie vornimmt. Geplant ist eine hydraulisch gebundene Decke, die im Jahr 2021 kommen soll.

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Zuletzt hatte sich die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Eving im Januar 2020 dafür eingesetzt. Damals meinte Mitglied Doris Giebel, der Bereich am Kanal sei ein wichtiges Naherholungsgebiet, das von vielen Menschen gerne genutzt werde. Der Radweg wäre einige hundert Meter lang.

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