Puppenklinik in Hörde geschlossen? Es gibt plötzlich Entwarnung

dzLadenlokal

Die Werkstatt für defekte Puppen oder Teddys in Hörde hat schon länger geschlossen. Doch das Lokal ist nicht verwaist: Die Inhaberin hat sich inzwischen gemeldet und gibt Entwarnung.

von Alexandra Wachelau

Hörde

, 15.09.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Magret Bühnen (80) repariert seit Jahrzehnten Stofftiere, Spielzeug und vor allem: Puppen. In letzter Zeit ist sie jedoch nicht erreichbar – so lassen es zumindest Kunden der Puppenklinik verlauten, sowohl im Internet als auch gegenüber dieser Redaktion. Nun hat sich Magret Bühnen gemeldet und beschwichtigt: „Jeder Kunde wird seine Puppe wiederbekommen“.

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„Wir müssen momentan den Rückstand aufarbeiten“, sagt sie. Dabei seien Wartezeiten von einem halben Jahr – „manchmal auch ein oder zwei Monate länger“, so Bühnen – völlig normal.

„Durch Corona können wir keine Kunden in das Ladenlokal lassen“, sagt die Puppendoktorin. Die enge Werkstatt ist nicht für viele Personen ausgelegt. Doch sobald ein „Schatz“ fertig ist, werde der Kunde angerufen. „So machen wir das seit jeher“, sagt Bühnen.

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Warum manche Kunden nicht nur ein halbes, sondern inzwischen ein ganzes Jahr auf diesen Anruf warten, lässt Bühnen unbeantwortet. Allerdings überlegt sie tatsächlich, Ende des Jahres die Klinik zu schließen: Aus gesundheitlichen Gründen. Momentan sitzt Magret Bühnen im Rollstuhl und muss häufig zum Arzt, weshalb sie nicht gut erreichbar ist.

Ein Datum für die Geschäftsaufgabe gebe es noch nicht. „Ich kann mir den Zeitpunkt zum Glück selber aussuchen“, sagt sie. Bis dahin repariert sie weiter Puppen und versucht, den Kundenkontakt aufrecht zu halten.

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