Er möchte für die CDU in den Bundestag und sich den Delegierten im April zur Wahl stellen. © RN
Bundestagswahl

Prominenter Bewerber will bei der Bundestagswahl für Dortmunds CDU antreten

Am Samstag, 17. April, will Dortmunds CDU über ihre beiden Kandidaten für die Bundestagswahl entscheiden. Ein erster Bewerber hat jetzt seine Karten offengelegt und stellt sich der Partei zur Wahl.

Dortmunds SPD und die Grünen haben ihre Kandidaten bestellt. Die CDU hingegen lässt sich deutlich mehr Zeit mit der Antwort auf die Frage, wen sie für die Bundestagswahl am 26. September ins Rennen schicken will. Spätestens am Samstag, 17. April, soll die Entscheidung fallen: Dann treffen sich die Gesandten aus den Ortsvereinen zu den beiden Delegiertenversammlungen und stellen die Kandidaten auf.

Da trotz Corona Präsenzpflicht herrscht, wird die Teilnehmerzahl drastisch heruntergefahren: Statt rund 100 Delegierte werden auf jeder der beiden Wahlversammlungen jeweils 30 bis 35 Personen erscheinen.

Ein Aspirant für die Bundestagskandidatur hat sich bei CDU-Parteichef Sascha Mader jetzt schriftlich angekündigt – und der ist kein Unbekannter in der Partei:

Klaus Wegener, Präsident der Auslandgesellschaft, möchte im Wahlkreis 142 antreten und in den westlichen Stadtbezirken (Mengede, Huckarde, Innenstadt-West und – Ost sowie Hombruch und Lütgendortmund) auf Stimmenfang gehen.

“Sind auf keiner Ebene vertreten”

Wegener, vor Kurzem 60 Jahre geworden, nennt auch Gründe für seinen Entschluss: „Dortmunds CDU repräsentiere die siebtgrößte Stadt – ist aber personell auf keiner politischen Ebene vertreten“, merkt Wegener an. „Nicht im NRW-Landtag, nicht im Bundestag und nicht im Europaparlament.“ Das müsse sich ändern.

Zudem ärgere ihn das Bild, das Dortmunds CDU im Kommunalwahlkampf abgegeben habe, sagt Wegener. Ein erstes Ausrufezeichen hatte er bereits im Juli 2020 gesetzt, als er in einem Brief den Rücktritt des damaligen Dortmunder CDU-Parteichefs Steffen Kanitz forderte.

Eine wichtige Aufgabe werde es sein, „das Image der CDU allgemein zu verbessern“, sagt Wegener mit Blick auf die bundesweiten Diskussionen um Vorteilsnahme und Maskenaffäre. Er sei bereit, seinen Teil zur Imageverbesserung beitragen.

Kommt auch der CDU-Schatzmeister?

Mit Wahlkampf kennt sich Wegener aus: Er war bei den beiden Europawahlen 2009 und 2014 für seine Farben angetreten. doch am Ende hatte es für einen Sitz im EU-Parlament nicht gereicht. Wird Wegener im April für ein Bundestagsticket nominiert, trifft er im Wahlkreis 142 unter anderem auf SPD-Kandidat Jens Peick und Markus Kurth (Grüne), der bereits im Bundestag sitzt und erneut antritt.

Offen bleibt, wen die CDU in den Wahlkreis 143 schickt: Dort tummeln sich die Mitbewerber Sabine Poschmann, Bundestagsabgeordnete der SPD, und die Grünen-Kandidatin Anke Weber, die als Professorin an der Hochschule Hamm-Lippstadt arbeitet. Spekulationen, CDU-Schatzmeister Dr. Stephan Wallmeyer stehe für eine Kandidatur bereit, ließen sich nicht bestätigen: Wallmeyer war trotz Anfrage nicht zu erreichen.

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Jahrgang 1961, Dortmunder. Nach dem Jura-Studium an der Bochumer Ruhr-Uni fliegender Wechsel in den Journalismus. Berichtet seit mehr als 20 Jahren über das Geschehen in Dortmunds Politik, Verwaltung und Kommunalwirtschaft.
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