Impfungen gegen Corona

Probleme bei Impf-Anmeldung: Kassenärzte-Vereinigung verspricht Besserung

Die Probleme reißen nicht ab. Auch zum Ende der ersten Anmeldewoche für Termine im Corona-Impfzentrum gibt es weiter Ärger und Verwirrung. Die Kassenärzte-Vereinigung hat nochmals reagiert.
Probleme bei der Vergabe von Impfterminen gab es auch zum Ende der Woche sowohl telefonisch wie online. © Oliver Volmerich

Holger Biewer scheint ein geduldiger Mensch zu sein. Seit Montag (25.1.) versucht er telefonisch wie online, Termine im Dortmunder Impfzentrum zu buchen. Am Mittwoch hieß es erst, es gebe zurzeit keine Termine mehr, berichtet der Brechtener. Am Freitag wurde ihm dann am Telefon mitgeteilt, dass bis zum 24. März alle Termine ausgebucht seien.

So wie Holger Biewer geht es derzeit vielen Dortmunderinnen und Dortmundern, die versuchen, Termine im Impfzentrum zu buchen. Die sind vorerst für Menschen ab 80 Jahren reserviert. Gleich am Montag, dem ersten Anmeldetag, waren die Leitungen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe unter dem großen Ansturm zusammengebrochen.

Aber auch zum Ende der Woche meldeten sich noch dutzende Anruferinnen und Anrufer in der Redaktion, die von technischen Problemen und Hinweisen berichteten, es gebe aktuell keine Termine mehr.

Laufend neue Termine

Die KVWL versichert allerdings, das laufend neue Termine dazu kämen. „Auch am Wochenende werden sukzessive weitere Terminkontingente freigeschaltet“, kündigte die KVWL am Freitag an. Man sei allerdings abhängig von der zugesagten Menge an Impfstoff.

Der ist aktuell noch knapp. Deshalb wurde der Impfstart auch vom 1. auf den 8. Februar verschoben und die Öffnungszeit der Impfzentren auf die Nachmittage begrenzt.

„In Kürze wird zudem das Termin-Buchungsfenster bis Ende April geöffnet, sodass deutlich mehr Termine zur Verfügung stehen werden“, kündigte die KVWL an.

Die Ärzte-Vereinigung zog auch schon einer erste Zwischenbilanz: „In Westfalen-Lippe wurden mittlerweile 479.000 Impftermine für die Erst- und Zweitimpfung vergeben“, hieß es.

Damit hätten fast 240.000 Impfberechtigte einen Impf-Termin erhalten. „Das sind fast Zweidrittel der insgesamt etwa 350.000 über 80-Jährigen in Westfalen-Lippe, die Zuhause leben und ein Impfzentrum aufsuchen können.“

Die KVWL räumt zugleich die Startprobleme bei der Impfanmeldung ein. „Die vergangenen Tage waren für die Bürger, aber auch für uns und alle Beteiligten, eine echte Zerreißprobe.

Nachdem die Buchungssysteme am Montag zusammengebrochen sind, trat eine Vielzahl verschiedener technischer Probleme auf“, erklärte Dr. Dirk Spelmeyer als Vorstandsvorsitzender der KVWL.

„Wir entschuldigen uns bei allen, die mit Problemen bei der Vereinbarung eines Impf-Termins zu kämpfen hatten. Wir haben kein Geheimnis daraus gemacht, dass wir mit Schwierigkeiten bei der Terminvergabe rechnen, wenn der Großteil der fast eine Million Impfberechtigten in NRW sich gleichzeitig an eine Hotline und ein Online-Portal wendet. Dass sich der Start jedoch so schwierig gestaltet hat, bedauern wir sehr“, erklärt der KVWL-Vorstand.

KVWL bietet online Hilfe und Tipps

  • Die KVWL hat eine Übersicht mit Antworten zu häufig gestellten Fragen zusammengestellt, die regelmäßig aktualisiert und unter www.corona-kvwl.de/impftermin aufgerufen werden kann.

  • Betroffene, die unsicher sind, ob ihre Terminbuchung erfolgreich war, finden dort auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um ihre Buchung zu überprüfen.

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