Privater Wachdienst gegen Junkies in Tiefgaragen

DORTMUND Drogensüchtige machen zunehmend die öffentlichen Tiefgaragen in der Innenstadt unsicher. Sie betteln aggressiv am Zahlautomaten („Das Restgeld gehört mir“) oder bedrohen das Personal, wenn es einschreiten will („Sei vorsichtig, wir sind in der Überzahl“). Der Parkhausbetreiber SBB sah sich jetzt gezwungen, einen privaten Wachdienst zu beauftragen, der seit Mittwoch auf Patrouille durch die Tiefgaragen Hansaplatz und Stadttheater geht.

von Von Gaby Kolle

, 25.07.2008, 19:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein privater Wachdienst patroulliert seit Mittwoch rund um die Uhr in der Tiefgarage am Hansaplatz, eine weitere Sicherheitsstreife ist ab nachmittags bis nach der letzten Vorstellung im Stadttheater in der dortigen Tiefgarage unterwegs.

Ein privater Wachdienst patroulliert seit Mittwoch rund um die Uhr in der Tiefgarage am Hansaplatz, eine weitere Sicherheitsstreife ist ab nachmittags bis nach der letzten Vorstellung im Stadttheater in der dortigen Tiefgarage unterwegs.

Der Einsatz des Wachdienstes zeige bereits Wirkung, sagt Mitarbeiter Müller. Man setze die Süchtigen immer wieder vor die Tür. Auch die eigenen Mitarbeiter fühlten sich jetzt sicherer. Das Ordnungsamt, von SBB um Hilfe gebeten, könne mit seinen Ordnungspartnerschaften in den Parkhaus-Anlagen zwar keinen Objektschutz betreiben, aber durch stärkere Präsenz im Außenbereich SBB unterstützen, sagte Amtsleiter Ortwin Schäfer zu. Mehr sei schon aus personellen Gründen nicht zu leisten.

Die Drogenabhängigen, die zurzeit die Tiefgaragen unsicher machen, sind für die dort Beschäftigten neue Gesichter. Die Polizei bestätigt, was auch SBB-Chef Peukmann festgestellt hat: Teile der offenen Drogenszene haben sich aufgrund des erhöhten Kontrolldrucks in der Nordstadt weiter nach Süden in die City verlagert. „Wir sind auch hier vor Ort, wenn wir gerufen werden,“ versichert Polizeisprecher Manfred Radecke. Das gesellschaftliche Grundproblem der Drogensucht werde man damit aber nicht lösen.

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