Beim Bau neuer Wohnungen wollen sich auch private Eigentümer engagieren. © RN-Archiv
Neue Haus & Grund-Führung

Private Eigentümer in Dortmund wollen bei Wohnungs-Neubau mitmischen

2000 neue Wohnungen sollen pro Jahr in Dortmund gebaut werden. Das geht nicht ohne private Eigentümer, ist der Verband Haus & Grund überzeugt. Und er formuliert dazu klare Forderungen.

Der Stabwechsel ist jetzt auch offiziell vollzogen. Bei einer Online-Konferenz stellte Walter Derwald als Präsident des Eigentümerverbandes Haus & Grund das neue Geschäftsführungsteam vor.

Die Nachfolge von Michael Mönig als Hauptgeschäftsführer hat Dr. Thomas Bach, seit 20 Jahren stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Geschäftsführer der Haus & Grund Immobilien GmbH angetreten. Unterstützung erhält er dabei von dem 35-jährigen Betriebswirt Dennis Soldmann, der neuer Verbandsgeschäftsführer und Geschäftsführer der Haus & Grund Verlag GmbH ist.

Corona-Pandemie bewegt auch Eigentümerverband

„Mit dieser Teamlösung verbinden wir Kontinuität mit Innovation“, erklärte Derwald. „Dennis Soldmann kann bereits auf mehrjährige Erfahrungen in Führungspositionen unter anderem bei der Sparkasse Dortmund zurückgreifen und wird die Digitalisierung des Verbandes und dessen zukünftige Ausrichtung innovativ vorantreiben.“

Haus & Grund-Präsident Walter Derwald (M.) stellte die neue Geschäftsleitung des Eigentümerverbandes mit Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Bach (l.) und Geschäftsführer Dennis Soldmann vor. © Schaper © Schaper

Vorstand und Geschäftsleitung sprachen zum Jahresauftakt über Themen, die die privaten Eigentümer 2021 bewegen werden. Dabei standen der neue Dortmunder Mietspiegel, die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Mietrecht und die Verbesserung der Wohnraumversorgung im Fokus.

OB-Pläne ohne private Eigentümer nicht umsetzbar

„Die Überlegungen von Oberbürgermeister Thomas Westphal, 20.000 neue Wohnungen in den nächsten 10 Jahren zu bauen, sind im Rahmen der städtischen Zielsetzungen schon seit längerer Zeit bekannt“, erklärte Bach. Die Pläne seien aber weder qualitativ noch quantitativ ohne die Einbeziehung der privaten Eigentümer umsetzbar. Schon jetzt stellten private Eigentümer über 60 Prozent aller Mietwohnungen in Dortmund.

Derwald erinnert an die schon laufenden gemeinsamen Bemühungen von Haus & Grund und Stadt, private Eigentümer zu motivieren, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Dazu gehört etwa ein gemeinsam herausgegebener Flyer zu der Kampagne „Auf Sie kommt es an! – Dortmunder schaffen Wohnraum“.

Aber der Wunsch nach Unterstützung bei der Schaffung von Wohnraum müsse auch Konsequenzen haben. „Dies setzt eine Gleichbehandlung aller Player am Wohnungsmarkt voraus. Das gilt insbesondere auch für die Vergabe von Grundstücken, die nicht nur städtischen Gesellschaften und Wohnungsgenossenschaften zur Verfügung gestellt werden dürfen“, erklärt Thomas Bach.

Gesprächsangebot an die Stadt

In den Blick nimmt Haus & Grund dabei vor allem Flächen, die im Übergang vom Innen- zum Außenbereich, also an Siedlungsrändern, liegen und schon über eine Infrastruktur verfügen. Sie könnten für Neubauten genutzt werden.

Die Idee würde man gern in Gesprächen mit Oberbürgermeister und Planungsdezernent vertiefen. „Wir freuen uns darauf, wenn dieses Gesprächsangebot im Sinne einer weiterhin partnerschaftlichen Zusammenarbeit alsbald eingelöst wird“, so Derwald.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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