Post-Chaos: Pakete für die City landen immer wieder im Gewerbegebiet

dzFiliale Eisenacher Straße

Obwohl andere Filialen viel näher liegen, landen Pakete für Innenstadt-Bewohner in einer abgelegenen Filiale im Kaiserstraßenviertel. Die Post gibt Tipps, wie sich das vermeiden lässt.

Kaiserstraßenviertel, Nordstadt

, 03.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer nicht mit dem Auto unterwegs ist, der muss einen kleinen Fußmarsch hinter sich bringen, wenn er zu der neuen Filiale im Kaiserstraßenviertel an der Grenze zur Nordstadt möchte.

Die Filiale an der Eisenacher Straße 17a, die im Januar eröffnete, liegt in einem Gewerbegebiet, versteckt zwischen einem Getränkemarkt und einem Geschäft für Autoersatzteile, die nächste Bushaltestelle wird nur zwei Mal in der Stunde angefahren, die nächste Stadtbahnhaltestelle liegt 15 Gehminuten entfernt.

Gut, könnte man meinen, immerhin eine Postfiliale mehr, die vielen Anwohnern, die Pakete aufgeben oder abholen wollen, den Weg in die City erspart.

Immer dieselbe Beschwerde

Doch gleichzeitig treibt die kleine Filiale offenbar auch jede Menge Dortmunder, die in der City oder in anderen Innenstadt-Bezirken wohnen, in das abgelegene Gewerbegebiet. Nämlich jene, die ein Paket nicht annehmen konnten und die anschließend einen kleinen gelben Zettel im Briefkasten finden, der ihnen sagt, wo ihr Paket nun landet.

„Seitdem die Filiale auf ist, werden alle meine Pakete hierhin gebracht“, berichtet ein User in den Google-Bewertungen der Filiale - dabei seien bei ihm um die Ecke zwei oder drei Postfilialen. Eine Beschwerde, die in den Kommentaren öfter auftaucht.

Und auch ein Mitglied dieser Redaktion, das selbst in der City wohnt, hat schon mehrfach erlebt, dass Pakete, die nicht zugestellt werden konnten, in der Filiale an der Eisenacher Straße landen - obwohl die Filialen Kampstraße und Hauptbahnhof nur wenige Gehminuten entfernt liegen.

In der Filiale selbst ist derselbe Satz zu hören „Bei mir um die Ecke ist auch eine Postfiliale, warum muss ich mein Paket hier abholen?“

Post empfiehlt, Paketzustellung vorab zu steuern

Rainer Ernzer, Pressesprecher der Deutschen Post, erklärt, dass die Verteilung von Paketen, die nicht zugestellt werden konnten, variabel und je nach Kundennähe beziehungsweise Lagerkapazitäten in den einzelnen Standorten erfolge.

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„Da alle Ausgabestandorte jedoch nur über begrenzte Lagerkapazitäten verfügen, werden die Mengen der auszugebenden Sendungen an den einzelnen Standorten regelmäßig überprüft und den Kunden gegebenenfalls neue Ausgabestandorte zugeordnet“, erklärt Ernzer. Dabei könne es auch mal passieren, dass Pakete nicht in der nächstgelegenen Filiale landen.

Und die Filiale an der Eisenacher Straße habe nun mal hohe Kapazitäten. City- oder andere Innenstadtbewohner müssten aber nicht grundsätzlich damit rechnen, dass ihr Paket jedes Mal in dieser Filiale landet, so Ernzer.

Der Sprecher empfiehlt Kunden, die Zustellung ihrer Sendung im Vorhinein zu steuern: unter dhl.de können Kunden etwa einen Wunschnachbarn oder einen Ablageort für ihr Paket bestimmen.

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