Posaunenklänge von der Halde in Derne versüßen den Abend

Kolumne „Nordost-Geschichten“

„You‘ll never walk alone“ war im ersten Lockdown, jetzt hat Bernd Kampmann, eine neue Form gefunden, die Herzen der Menschen musikalisch zu erfreuen.

Derne

, 23.01.2021, 04:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bernd Kampmann hat eine ganz besondere Form des Kurrendeblasens erfunden

Bernd Kampmann hat eine ganz besondere Form des Kurrendeblasens erfunden. © Andreas Schröter

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie erinnern sich sicher an das gemeinsame Singen, das es im ersten Lockdown im Frühling gab, als „You‘ll never walk alone“ von vielen Balkonen erklang. Von einer ähnlichen Aktion hat mir jetzt der Posaunist Bernd Kampmann berichtet. Er ist Mitglied in der Bläsergemeinschaft St. Bonifatius in Kirchderne.

Er hat abends in den vergangenen Tagen gelegentlich die Halde Derne erklommen, um von dort aus ein einsames Kurrendeblasen zu veranstalten. Das will er nun an trockenen Tagen öfter wiederholen.

Um größere Menschenansammlungen in Corona-Zeiten zu vermeiden, macht er das Ganze abends gegen 17.30 oder 18 Uhr.

Bernd Kampmann spielt bei Dunkelheit auf der Halde in Derne auf seiner Posaune

Bernd Kampmann spielt bei Dunkelheit auf der Halde in Derne auf seiner Posaune. © Kampmann

Bei einer Dezibel-Zahl von circa 98 im Durchschnitt sei er ziemlich gut auch in der Ferne zu hören, meint er. Als evangelischer Posaunenchorbläser habe er schließlich die Aufgabe der musikalischen Verkündigung. Und immer nur vom Balkon aus zu spielen, was er bisher getan hat, sei ihm zu öde.

Machen Sie sich ein schönes Wochenende, und lauschen Sie mal in den Abend hinein, wenn Sie in Derne wohnen. Vielleicht hören Sie dann ja die Klänge von Bernd Kampmanns Posaune. Bis nächsten Samstag.

Andreas Schröter

Andreas Schröter © privat

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