Bövinghauser genervt von Poller an Rewe-Zufahrt - doch er hat einen Sinn

dzRewe Bövinghausen

Viele Bövinghauser sind genervt von dem Poller in der Zufahrt zu Rewe, dm, Penny und Fressnapf. Der scheint völlig sinnlos dort im Wege rumzustehen. Doch der Poller hat offenbar seine Berechtigung.

Bövinghausen

, 09.10.2020, 07:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Poller, hoch, dick und rot-weiß gestrichen, erhitzt die Gemüter in Bövinghausen. Es geht tatsächlich nur um einen Poller. Doch aufgrund seiner Größe und seiner Position hat er sich zu einem Problem entwickelt.

Die Kunden des Einkaufszentrums Bövinghausen mit Rewe, Penny, dm-Drogerie und Fressnapf erreichen den Parkplatz durch eine enge Hausdurchfahrt. Für Fußgänger gibt es einen abgegrenzten Streifen. Und genau auf diesem Streifen steht der Poller.

Konflikte in einer Gefahrenzone

Damit hat sich die Rewe-Einfahrt zu einem möglichen Gefahren-Bereich entwickelt, denn die Fußgänger müssen auf die Fahrbahn ausweichen. Und das bei starkem Verkehr.

Man muss an dieser Stelle nie länger als wenige Minuten auf eine Konflikt-Situation warten. Ein Fahrer hupt, weil er für einen Fußgänger bremsen muss. Ein Fußgänger zeigt einem Fahrer den Vogel, weil er sich von ihm bedrängt fühlt.

Kann der Poller nicht einfach weg?

Im August war es die engagierte Bövinghauserin Inge Nieswand, die die Frage aufwarf, welchen Sinn dieser Poller eigentlich hat. Und tatsächlich konnten weder Rewe noch der Grundstücksvermarkter auf Anfrage die Funktion der lästigen Konstruktion erklären.

Doch jetzt meldete sich ein Bövinghauser Nachbar, der in der Nähe der Parkplatzeinfahrt wohnt, mit einer plausiblen Erklärung. „Man muss mal nach oben schauen“, meint Michael Lippa.

Gefährlicher Vorsprung in der Hauswand

Denn wenn man nach oben schaut, dann sieht man in der Hauswand einen etwa 50 Zentimeter großen Vorsprung, der in die Einfahrt hineinragt. Er ist zu hoch, um für Autos oder Fußgänger zu einem Problem zu werden.

Doch die Lastwagen, die die Geschäfte beliefern, die könnten daran hängen bleiben. Indem die Laster dem Poller ausweichen, weichen sie auch dem Vorsprung aus, meint Lippa. Seines Wissens wurde der Poller erbaut, nachdem ein Lkw den Vorsprung gerammt hatte.

Diese sinnvolle Erklärung ändert allerdings nichts daran, dass der Poller stört. Und es stellt sich die Frage, ob der Liefer-Verkehr nicht über die Uranusstraße fahren könnte.

Die Antwort lautet Nein. Mit einem Auto kann man so zwar den Parkplatz erreichen, für Lkw ist die Zufahrt aber zu eng, weil zu verwinkelt.

Doch für den Poller könnte es eine Alternative geben. „Es kommt ja nur darauf an, dass die Lkw-Fahrer auf Augenhöhe einen Warnhinweis auf den Vorsprung bekommen“, überlegt Lippa.

Ein hängender Poller wäre eine Alternative

Das könnte man auch erreichen, wenn man einen rot-weißen Plastik-Poller unter die Decke hänge würde, meint Michael Lippa. Dieser Poller könnte über den Köpfen der Fußgänger hängen, man könnte die Beton-Stele abreißen und hätte freien Zugang.

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