Polizei löst Demo auf dem Wochenmarkt auf

Coronavirus

Etwa 30 Personen haben auf dem Wochenmarkt am Samstag (18. April) für die Aufnahme von Geflüchteten demonstriert. Das rief die Polizei auf den Plan.

Dortmund

, 19.04.2020, 12:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Teilnehmer der Veranstaltung haben sich mit einigem Abstand vor dem Karstadt-Gebäude aufgestellt.

Die Teilnehmer der Veranstaltung haben sich mit einigem Abstand vor dem Karstadt-Gebäude aufgestellt. © privat

Etwa 30 Menschen haben am Samstagvormittag im Umfeld des Wochenmarktes gegen die Zustände in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln in der Ägäis demonstriert und sich für eine Aufnahme von Geflüchteten eingesetzt. Gegen 11.30 Uhr wurde die Versammlung von der Polizei aufgelöst.

Die Teilnehmer haben unter anderem Schilder mit Slogans wie „nicht wegschauen“ und „wir haben Platz“ mitgeführt und das internationale Motto der Bewegung „Leave no one behind“ auf dem Boden vor dem Karstadt-Gebäude geschrieben.

Einige der Teilnehmer der Versammlung trugen Gesichtsmasken zum Infektionsschutz.

Einige der Teilnehmer der Versammlung trugen Gesichtsmasken zum Infektionsschutz. © privat

Die hygienischen und humanitären Zustände in vielen Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln sind kritisch und haben sich durch die Coronavirus-Pandemie weiter verschärft.

Nicht genehmigte Veranstaltung

Laut der Polizei handelte es sich bei der Demonstration um eine nicht genehmigte Veranstaltung, da weder eine Anmeldung noch eine Ausnahmegenehmigung der Stadt Dortmund vorgelegen habe. Daher sei die Versammlung aufgelöst worden und Strafverfahren sowohl wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz als auch gegen die Coronavirus-Schutzverordnung eingeleitet worden.

Durch die Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus wurde auch das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit teilweise eingeschränkt.

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