Politik will sich um mehr „Nette Toiletten“ für Brechten kümmern

dzBezirksvertretung Eving

Wer mal muss, steht in Brechten vor einem Problem: Es gibt keine öffentliche Toilette. Das will die Bezirksvertretung Eving nun ändern.

Brechten

, 25.09.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit der Bitte, sich um eine bessere Versorgung an öffentlichen Toiletten in Brechten zu kümmern, hat sich der Seniorenbeirat an die Bezirksvertretung Eving gewandt. Brechtener Bürger hätten diesen Wunsch mehrfach in den Sprechstunden des Seniorenbeirates geäußert, so Mitglied Hans-Jürgen Unterkötter.

Allerdings sind sich die beiden Evinger Seniorenbeirats-Mitglieder uneins, wie dieses Ziel zu erreichen sei. Hans-Jürgen Unterkötter plädiert dafür, eine neue Toilettenanlage zu bauen und veranschlagt dafür 140.000 Euro.

Neubau oder nette Toilette?

Helmut Adden dagegen bevorzugt eher eine Weiterverfolgung des Hörder Wegs mit der „Netten Toilette.“ Dabei stellen Gastronomiebetriebe und Geschäfte ihre Toilette auch Nicht-Kunden zur Verfügung und erhalten dabei von der Stadt eine jährliche Entschädigung.

CDU-Sprecherin Petra Frommeyer wies darauf hin, dass es in Brechten lediglich zwei Gaststätten gebe, die beide nicht behindertengerecht seien. Vorherrschende Meinung im Plenum war jedoch, dass eine nicht behindertengerechte Toilette besser sei als gar keine.

Die Politiker entschieden schließlich, es zunächst mit der „Netten Toilette“ weiter zu versuchen. „Viele Geschäftsinhaber wissen gar nicht, dass es dafür eine Entschädigung gibt“, sagte Peter Wieseler (SPD). Den Antrag auf Bau einer neuen Toilettenanlage stellten sie zurück.

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