Eine Szene vom Pokalfinale 2017. So sollte Dortmund in diesem Jahr allerdings nicht feiern. © picture alliance / Gregor Fischer / dpa (Symbolbild)
Pokalfinale in Dortmund

Pokalfinale: So teuer wird es, wenn Dortmund trotzdem draußen feiert

Da der BVB am Donnerstag (13. Mai) um den DFB-Pokal spielt, ist ganz Dortmund wieder im Fußball-Fieber. Allerdings ist da noch Corona. Zurückhaltung ist gefragt – sonst wird es teuer.

Die schwarzgelbe Vorfreude ist schon groß: Am Donnerstag (13. Mai) steht Borussia Dortmund im Finale des DFB-Pokals. Red Bull Leipzig steht zwischen dem Titel, den es in Berlin zu holen gibt.

Bei solchen Spielen ist in Dortmund normalerweise die Hölle los: Die Fußball-Kneipen sind bis zum Zerbersten voll, Fan-Gruppen feuern gemeinsam ihren BVB bei Public-Viewing-Events an.

Geimpfte und Genesene zählen „extra“

Aber das wird es in diesem Jahr nicht geben. Trotz sinkender Inzidenz-Werte gelten noch die Corona-Beschränkungen. Oberbürgermeister Thomas Westphal, BVB-Chef Hans-Joachim Watzke und die Dortmunder Polizei appellieren an die BVB-Fans, zuhause zu feiern.

Die Gruppe muss aber gar nicht so klein sein, wie man vielleicht denken mag. Laut Stadtsprecher Michael Meinders darf ein ganzer Haushalt und eine weitere Person sowohl privat als auch öffentlich bei dem Pokalfinale mitfiebern. Geimpfte mit Vollschutz, nachgewiesene Genese und Kinder unter 14 Jahren dürfen sich ebenfalls dazugesellen. Sie zählen sozusagen „extra“.

Anstoß der Begegnung zwischen dem BVB und Leipzig ist um 20.45 Uhr. Ob die Borussen den Titel geholt haben, wird demnach erst nach 22 Uhr feststehen. Dann beginnt allerdings die Ausgangssperre. Dortmunderinnen und Dortmunder, die außerhalb der eigenen vier Wände das Spiel schauen, sollten also möglichst vorher nach Hause zurückkehren.

Freiheitsstrafe für Superspreader möglich

Sonst kann es teuer werden: Ein Verstoß gegen die Ausgangssperre wird in Dortmund mit einem Bußgeld von 150 Euro geahndet, so Meinders. Und Wiederholungstäter müssen doppelt zahlen. Auch beim Thema Ausgangssperre haben vollständig Geimpfte und nachgewiesen Genesene wieder Glück, denn sie können sich frei bewegen.

Wer sich trotz aller Appelle dennoch dazu entscheidet, in größerer Gruppe zu gucken oder einen eventuellen BVB-Sieg draußen zu feiern, sollte vorsichtig sein. Denn Polizei und Ordnungsamt werden nämlich verstärkt das Geschehen am Donnerstagabend im Blick behalten – besonders die Hotspots, an denen üblicherweise Triumphe der Borussen gefeiert werden.

In der Corona-Schutzverordnung heißt es, dass Ordnungswidrigkeiten mit bis zu 25.000 Euro geahndet werden können. So viel wird es nicht werden, allerdings werden verbotene Fußball-Parties trotzdem nicht billig werden: 500 Euro Bußgeld muss der Veranstalter zahlen, 250 Euro Gäste. 250 Euro Strafe pro Person gelten auch für Zusammenkünfte im öffentlichen Raum. Trägt man keine Maske, kommen nochmal 50 Euro oben drauf – im ÖPNV 150 Euro.

Sollte man durch die Verstöße Corona verbreiten, kann es allerdings laut Infektionsschutzgesetz nochmal teurer werden – und es im schlimmsten Fall eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geben.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
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