Rampe als Party-Ort und fehlender Fußweg: Lösungen in Sicht?

dzWunsch nach Gehweg

Der Bereich zwischen Pleckenbrink und Meylantstraße ist erst kürzlich hergerichtet worden. Was nach Ansicht von Anwohnern und Politikern noch fehlt, ist jedoch ein regulärer Gehweg.

Wickede

, 02.09.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kommt der Weg nun oder nicht? Die Verwaltung teilt der Bezirksvertretung Brackel zur Sitzung am 10. September mit, dass ein gewünschter Gehweg über den Grünstreifen zwischen Pleckenbrink und Meylantstraße in Wickede nicht realisiert werden könne, weil sich dieser Grünstreifen im Eigentum der LEG Wohnen befinde. „Das geht gar nicht“, so Anna Spaenhoff, Ratskandidatin der SPD für Wickede.

Gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka traf sie sich darum mit Andrea Kisters, Leiterin der LEG-Niederlassung Dortmund, und Manuela Speer, der kaufmännischen Kundenbetreuerin vor Ort. Andrea Kisters will den Sachverhalt mit der LEG-Grundstücksverwaltung klären.

Fehlende Papierkörbe als Problem

Ein solcher Fußweg - schon heute durch einen gut ausgebildeten Trampelpfad markiert - würde laut Czierpka der Sicherheit der Fußgänger dienen, die heute an dieser Stelle auf der Fahrbahn laufen müssen. Czierpka: „Der gute Kontakt zur LEG sorgt immer wieder für schnelle Lösungen bei Problemen. Wenn das auch bei diesem Gehweg klappt, wäre das ein großer Vorteil für alle und ein wichtiger Schritt für den sicheren Fußverkehr.“

Jetzt lesen

Aber das war nur einer der Punkte, die vor Ort zur Sprache kamen. Immer wieder hatten sich Bewohner bei Anna Spaenhoffs Wahlkampfveranstaltungen über herumfliegenden Müll im Umfeld des Netto-Marktes beschwert. Und in der Tat gibt es auf dem gesamten Gelände keinen Papierkorb.

Spaenhoff: „Das ist alles kein städtisches Gelände, es gehört Netto und der LEG.“ Andrea Kisters habe zugesagt, auf dem LEG-Gelände Papierkörbe zu installieren und der Bezirksbürgermeister will die Immobilienabteilung der Firma Netto anschreiben und um schnelle Änderung bitten.

Keine einfach Lösung für neue Rampe

Bei den Klagen über die missbräuchliche Nutzung der neuen Rampe neben der Treppe zum Einkaufszentrum sieht man allerdings keine einfachen Lösungsmöglichkeiten.

Die Rampe ist erst vor Kurzem durch die LEG gebaut worden, damit der Höhenunterschied auch von Menschen bewältigt werden kann, die auf eine Gehhilfe angewiesen sind. Auch Kinderwagen können so bequem die Treppe umfahren. Dass sie nun in den Abendstunden und nachts als Bühne für spontane Feiern dient, sei nicht im Sinne des Erbauers. Auch hier wird über Kontrollen nachgedacht.

Jetzt lesen

„Die Meylantsiedlung hat durch die Netto-Ansiedlung deutlich gewonnen. Aber sie wird auch weiterhin der besonderen Aufmerksamkeit der Kommunalpolitik bedürfen“, so Czierpka: „Die Neue Heimat hat hier damals mit viel Freiraum und sehr guten Wohnungszuschnitten eine Siedlung gebaut, die auch über die Jahre nichts von ihrer Attraktivität verloren hat. Zumal die LEG hier in den letzten Jahren sehr viel Geld investiert hat.“

Lesen Sie jetzt