Phoenix See: Wohn- und Gewerbeflächen nehmen Formen an

DORTMUND Alles nach Plan verlaufen derzeit die Arbeiten für den Phoenix See. Gut 30 Bagger rotieren auf dem riesigen alten Stahl-Areal. Ende 2009 soll der See geflutet werden. Bis Ende 2010 sollen die Grünbereiche fertig sein.

von Von Oliver Volmerich

, 31.07.2008, 15:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Verantwortlichen sind vorsichtig geworden. „Die Planung geht davon aus, dass der See gegen Ende 2009 geflutet werden könnte“, erklärt Ulrich Krath, Projektleiter für den Bau des Phoenix Sees. Man merkt: Es gibt noch Unwägbarkeiten – vor allem wegen möglicher Einsprüche bei der Vergabe von Bauaufträgen. Die haben schon einmal für Verzögerungen gesorgt auf der Großbaustelle.

„Wir könnten aber auch noch umsteuern“, erklärt Ludger Schürholz als Geschäftsführer der Phoenix See-Entwicklungsgesellschaft. Doch keine Angst: Zur Zeit läuft alles nach Plan. Gut 30 Bagger rotieren auf dem riesigen alten Stahl-Areal. Hier und dort bohrt sich der Meißel in den Untergrund. „Im Moment läuft der unterirdische Abriss alter Kellergebäude“, erklärt Krath.

Bis zu 25 Meter tief reichen die Gewölbe in die Tiefe, die man schon in alten Plänen ausgemacht hatte. Wobei nicht alles entfernt wird.. „Wir bereiten bis in acht Meter Tiefe auf“, erklärt der Projektleiter. Böse Überraschungen gab es bislang nicht. „Es gibt wie erwartet keine größeren Verunreinigungen, höchstens kleinere Ölschäden“, sagt Ursula Klischan, ebenfalls Geschäftsführerin der Phoenix-Entwicklungsgesellschaft.

Von daher spricht eigentlich nichts gegen den aktuellen Zeitplan mit Flutung des Sees ab Dezember 2009 – in zwei Phasen. Bis April 2010 soll der See zur Hälfte mit 300 000 Kubikmeter Wasser gefüllt sein, kündigt Krath an. Genau ein Jahr später soll die zweite „Flutwelle“ folgen. Bis April 2011 wäre der Phoenix See dann voll, wobei neben Grundwasser auch der im Dortmunder Süden fließende Lohbach helfen soll.

Fortschritte gibt es auch an anderer Stelle: „Die ersten Terrassen für die späteren Wohngebiete an der Nordseite und für das Gewerbegebiet im Süden sind schon modelliert“, verkündet Schürholz. Allein am Nordufer des Sees sollen jenseits des neu angelegte Emscherlaufs 900 Wohneinheiten entstehen. Bis zu sieben Meter hoch wurden die Terrassen angeschüttet – was fehlt ist nur eine Schicht Mutterboden. Die eigentliche Erschließung der neuen Wohngebieten mit Kanälen und Baustraßen soll im Frühjahr 2009 starten.

Dann könnten auch schon die ersten Grundstücksverträge unterzeichnet werden. „Es gibt schon 300 bis 400 Anfragen, die zunehmend konkreter werden“, erklärt Ludger Schürholz. Rund 300 Euro pro Quadratmeter müssten Häuslebauer für ihren Baugrund am See anlegen.

Wenn die ersten Wohnhäuser bezogen werden, ist dann vielleicht der See noch nicht voll, der Rundlauf um die 24 Hektar Wasserfläche aber komplett. „Bis Ende 2010 sind die Grünbereiche und Wege fertig“, erklärt Schürholz. Und noch in diesem Herbst werden die Aufträge für die See-Ausstattung mit Hafen, Sportanleger und der „Kulturinsel“ nahe der Hörder Burg vergeben. Der Phoenix See nimmt Formen an.

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