In der alten Phoenix-Halle auf Phoenix-West, die inzwischen Warsteiner Music Hall heißt, liegt das Dortmunder Impfzentrum. © Stephan Schütze
Coronavirus

Pflegeheim-Bewohner sind geimpft – doch im Impfzentrum geht es weiter

Bei den Corona-Schutzimpfungen im Dortmunder Impfzentrum gab es bislang keine größeren Pannen. Auch zu den mobilen Impfungen in Pflegeheimen kann die Stadt ein Fazit ziehen.

Bei der Impfung gegen das Corona-Virus ist ein wichtiges Etappenziel erreicht. Die Impfungen in den Pflegeheimen in Dortmund sind mit Erst- und Zweitimpfung abgeschlossen, berichtete Dortmunds Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner am Dienstag (16.2.).

Nach den Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) wurden dabei seit dem 26. Dezember mehr als 8000 Menschen über 80 Jahren von mobilen Teams geimpft.

Kaum Ausfälle bei Impfterminen

Die Impfungen für alle anderen Menschen dieser Altersgruppe, die nicht auf Pflegestationen leben, finden seit dem 8. Februar im eigens eingerichteten Impfzentrum auf Phoenix-West statt. Bislang seien dort 3035 Menschen mit dem Biontech-Impfstoff geimpft worden, bilanzierte Birgit Zoerner.

Pro Tag werden in der Regel 360 Termine vergeben. Die Ausfallquote sei dabei mit 6 Prozent sehr gering. „Die Impftermin-Treue ist enorm“, sagte die Dezernentin. „Das zeigt, wie sehr die Menschen darauf gewartet haben, dass es mit den Impfungen losgeht.“

Keine größeren Terminpannen

Keine großen Probleme gibt es im Dortmunder Impfzentrum bislang mit Terminpannen. In anderen Städte hatte es Fälle gegeben, bei denen bis zu 80 Menschen auf einen Termin gebucht waren. Dortmund musste so am Samstag etwa dem Kreis Borken mit Impfstoff aushelfen, der dort nicht mehr vorhanden war.

In Dortmund habe es Doppel- oder Mehrfachbuchungen von Terminen bislang nur im einstelligen Bereich gegeben, berichtete Birgit Zoerner. Dafür sei man aber gut gerüstet, weil man stets 12 Impfdosen pro Tag in Reserve halte. Nach den Vorgaben des Landes bekommt Dortmund an sechs Tagen in der Woche 382 Dosen des Biontech-Impfstoffs.

Weitere rund 300 Impfdosen vom Hersteller Astra Zeneca, der nur für unter 65-Jährige genutzt werden kann, werden jeweils donnerstags an Beschäftigte aus dem Pflegebereich und Rettungsdiensten verimpft. Das soll unter Termin-Regie der Stadt so weitergehen.

Auch Personal von Pflegestationen, die bei den mobilen Einsätzen noch nicht geimpft wurden, solle dafür Termine bekommen, kündigte Birgit Zoerner an. „Es wird für sie wiederkehrende Möglichkeiten geben, sich impfen zu lassen“, sagte sie.

Bei der Termin- und Personalplanung müsse darauf geachtet werden, dass vor allem jüngere „Impflinge“ wegen der Impfreaktion auf den Astra-Zeneca-Impfstoff etwa mit Fieber ein bis zwei Tage nach der Impfung ausfallen könnten – so war es auch nach den ersten Terminen am Donnerstag.

Warten auf mehr Impfstoff

Generell ist die Lage weiterhin von Impfstoff-Knappheit geprägt. Zur Frage, wann man Impfdosen zur Verfügung stünden, gebe es vom Land widersprüchliche Mitteilungen, erklärte Zoerner. Man sei darauf eingestellt, die Impfstraßen nach und nach Impfstraßen hochzufahren.

Auf insgesamt zehn Impfstraßen in der Warsteiner Music Hall auf Phoenix-West sind theoretisch bis zu 2400 Impfungen pro Tag möglich. Zurzeit ist wegen Impfstoff-Mangels aber nur ein Teil davon in Betrieb. Und das Impfzentrum ist nur von 14 bis 20 Uhr, statt ab 8 Uhr morgens geöffnet.

Während die Terminvergabe für die über 80-Jährigen die KVWL zuständig ist, sollen die Termine für alle anderen Gruppen von der Stadt koordiniert werden. Das gilt dann auch für weitere mobile Einsätze.

Auch die Dokumentation und Meldung sei künftig Aufgabe der Stadt, berichtete Birgit Zoerner. Dass der Impfstoff knapp ist, wirke sich in diesem Fall positiv aus, weil man so einen längeren zeitlichen Vorlauf habe. Klar ist für Zoerner aber auch: „Es wird zusätzliches Personal nötig sein.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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