Pflaster-Flickenteppich auf dem Reinoldikirchplatz wächst

dzProvisorische Reparaturen

Seit Jahren „ziert“ provisorischer Asphalt den Reinoldikirchplatz. Als Anfang Juni dort Bauarbeiten starteten, hoffte mancher Dortmunder auf ein Ende des Flickenteppichs. Stattdessen wuchs er.

Dortmund

, 14.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Anfang Juni empfing ohrenbetäubender Lärm die Passanten vor der Reinoldikirche: Mitarbeiter des Tiefbauamtes erneuerten den Bodenbelag vor dem P&C-Gebäude.

Endlich, wird sich so mancher Dortmunder gedacht haben. Denn seit einem Wasserrohrbruch 2005 durchbrachen Asphalt-Bodenplatten den einheitlichen Pflaster-Belag aus Steinplatten und Kopfsteinpflaster. Aus dem Provisorium war ein Dauerzustand geworden.


Doch Anfang der Woche folgte die Ernüchterung: Statt des erhofften einheitlichen Pflasters hatte das Tiefbauamt erneut nur Gussasphalt eingebaut, der Flickenteppich war gewachsen anstatt geschrumpft. Kostenpunkt: 20.000 Euro. Immerhin: Wie beim den älteren Provisorien wurde das Muster der Kopfsteinpflaster-Einrahmungen nachgezeichnet, die Flickschusterei fällt nicht übermäßig auf.

Stadt: akute Stolpergefahr

Bei einer Kontrolle sei kurzfristig festgestellt worden, dass die alten Bodenplatten teilweise gebrochen und nicht mehr verkehrssicher seien, erklärt Stadtsprecher Christian Schön die Bauarbeiten: „Da bestand akute Stolpergefahr.“ Vor dem Kirchentag habe man deswegen schnell handeln müssen.

Weil Teile des Reinoldikirchplatzes beim aufgeschobenen Umbau des Boulevards Kampstraße in den nächsten Jahren umgestaltet würden, hätte eine endgültige Pflasterung keinen Sinn ergeben, meint Schön.

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