Paulina (1) schwer krank: Krankenhäuser aus Dortmund suchen Spender

Seltene Krankheit

Wo gibt es passende Stammzellenspender? Krankenhäuser aus Dortmund suchen nach der Rettung für eine Mitarbeiterin (48) und eine kleines Mädchen (1). Beide haben schwere Krankheiten.

Dortmund

, 29.12.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Paulina (15 Monate) braucht dringend eine Stammzellenspende.

Paulina (15 Monate) braucht dringend eine Stammzellenspende. © Klinikum Westfalen

Sie ist gerade einmal 15 Monate alt: Paulina, Tochter einer Psychotherapeutin im Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund.

Das Mädchen leidet an einer seltenen Stoffwechselerkrankung. Ihr Leben hängt von zwei Dingen ab: einer passenden Stammzellspende und einer Therapie.

Es ist einer von zwei schweren Krankheitsfällen im Kreis der Mitarbeiter und ihrer Familien, die aufgetreten sind bei den Knappschafts-Kliniken in Dortmund. Auch in einem zweiten Fall wird ein Stammzellenspender gesucht.

Kliniken rufen Mitarbeiter zur Typisierung auf

Deshalb startete noch vor Weihnachten eine besondere Aktion: Die Knappschaft Kliniken rufen ihre Mitarbeiter zu einer freiwilligen Typisierungsaktion auf und übernehmen für diese auch einen Teil der Kosten.

Fall Nummer zwei ist der von Sandra Zegula, einer OP-Reinigungskraft im Knappschaftskrankenhaus in Dortmund-Brackel.

Ist ein passender Spender gefunden? Für Sandra Zegula gibt es Hoffnung.

Ist ein passender Spender gefunden? Für Sandra Zegula gibt es Hoffnung. © Klinikum Westfalen

Ein stechender Schmerz veränderte das Leben der 48-Jährigen: „Ich dachte, ich hätte mir einen Nerv eingeklemmt. Aber als Schmerzmittel nichts brachten, wurde ich skeptisch.“

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Diagnose Blutkrebs gibt es in Deutschland alle 15 Minuten

Nach fünf Monaten Ungewissheit und vielen Untersuchungen kam im August die Diagnose: „Sie haben Blutkrebs.“ Drei Worte übrigens, die alle 15 Minuten irgendwo in Deutschland gesagt werden und ein Leben verändern.

Sandra Zegula feiert im Januar ihr zehnjähriges Jubiläum als Mitarbeitende im knappschaftlichen Klinikverbund – nun ist sie selbst Patientin. Doch sie will weiterleben und braucht dafür eine Stammzellenspende.

In ihrem Fall sieht es gut aus. Alles deutet darauf hin, dass schon ein passender Spender gefunden ist.

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Abstrich-Kit ist online bestellbar

Für die kleine Paulina trifft das noch nicht zu. Und viele weitere Betroffene warten ebenfalls darauf, dass sich jemand typisieren lässt, der genau für sie passt. „Wir hoffen, dass wir mit der jetzt gestarteten Aktion den beiden Fällen aus unserem Verbund helfen können, aber auch vielen anderen Menschen, die auf eine rettende Knochenmarkspende warten“, sagt Andreas Schlüter, Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken GmbH.

Für die Typisierung ist lediglich ein Wangenabstrich nötig. Über die Internetseite der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS sind alle nötigen Informationen zu finden. Ein Abstrich-KIT kann online bestellt, der Abstrich selbst vorgenommen werden.

Mit jeder Typisierung entsteht ein Stück mehr Hoffnung für Betroffene wie Paulina. Sandra Zegula blickt positiv in die Zukunft: „Nächstes Jahr zu dieser Zeit wird alles wieder gut!“

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