Partygäste greifen Polizisten an – private Feier läuft aus dem Ruder

Zwei Leichtverletzte

Party ohne Abstand und Maske: Als die Polizei wegen Ruhestörung eine private Party auflösen wollte, leisteten einige der Partygäste Widerstand und griffen die Beamten an.

Hombruch

, 24.03.2021, 12:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei musste zu einem Einsatz in der Tannenstraße: Dort feierten Menschen ohne Maske und Abstand – einige griffen Polizeibeamte an.

Die Polizei musste zu einem Einsatz in der Tannenstraße: Dort feierten Menschen ohne Maske und Abstand – einige griffen Polizeibeamte an. © picture alliance / dpa

Ruhestörung war der Grund eines Einsatzes, zu dem die Polizei am Mittwoch (23.3.) in die Tannenstaße nach Hombruch gerufen wurde. Es kam jedoch schlimmer als gedacht.

Als die Beamten um kurz nach 22 Uhr die Personalien des 55-jährigen Wohnungsinhabers überprüften, sahen sie in der Wohnung mehrere Personen, die augenscheinlich eine Party feierten – ohne Abstand oder Mund-Nasen-Schutz.

Darauf angesprochen, hätten die Anwesenden mit Unverständnis reagiert und versucht, die Polizisten zu provozieren. Plötzlich habe einer der Gäste, ein 61-jähriger Dortmunder, die Polizeibeamten mit Schlägen und Tritten angegriffen. Als diese den Mann im weiteren Verlauf in Gewahrsam nehmen wollten, habe eine 51-Jährige versucht, ihn zu befreien. Auch sie griff nach Angaben der Polizei die Beamten tätlich an. Die Polizei setzte Pfefferspray und Stock ein.

Mittlerweile hatte sich der Einsatz in den Hausflur verlagert. Nachdem weitere Polizisten vor Ort angekommen waren und die Personalien der anderen Gäste feststellen wollten, habe auch ein 56-jähriger Dortmunder Widerstand geleistet.

Zwei Männer landen im Polizeigewahrsam

Für den 61-Jährigen und die 51-Jährige endete die Nacht zur „Verhinderung weiterer Straftaten im Polizeigewahrsam“, teilt die Polizei mit. Die anderen Gäste erhielten Platzverweise.

Zwei Polizisten erlitten bei dem Einsatz leichte Verletzungen, blieben jedoch dienstfähig. Wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs, Widerstands, der versuchten Gefangenenbefreiung und Beleidigung fertigten sie gegen die genannten Personen entsprechende Strafanzeigen. Darüber hinaus leiteten die Beamten Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung ein. Insgesamt hatten sich zehn Personen in der Wohnung aufgehalten.

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