Parkende Lkw als Dauerärgernis zwischen Brackel und Asseln

dzAsselner Hellweg

Seit Jahren ärgern sich Anwohner des Hellwegs zwischen Brackel und Asseln über parkende Lastwagen, die sowohl den Bürgersteig als auch den Radweg blockieren. Nun reagiert die Stadt.

Brackel, Asseln

, 22.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die unbefriedigende Verkehrssituation auf dem Hellweg zwischen Brackel und Asseln bleibt ein Dauerproblem. Anwohnern, Fußgängern und Radfahrern sind dabei vor allem die parkenden Lkw ein Dorn im Auge, die Radweg und Bürgersteig blockieren.

Leser Günter Knappstein hat vor einigen Tagen einen Lkw an der Haltestelle Döringhoff beobachtet und fotografiert, der sogar den dortigen Weg versperrte. Knappstein: „Man konnte nur über die matschige Grünfläche den Lkw umgehen, was für Behinderte oder Personen mit Rollator sicherlich ein Problem darstellt.“

Brackels Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka stimmt dem zu: „Das Lkw-Parken zwischen Brackel und Asseln ist seit Jahren ein Ärgernis und immer wieder Thema in Zuschriften und Telefonaten.“ Als Radfahrer kenne er das Problem auch aus eigener Anschauung sehr gut.

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Und weiter: „Ich habe am letzten Wochenende die Polizei informiert, weil dort elf Lastzüge und zwei Zugmaschinen standen und der Geh- und Radweg an zwei Stellen komplett versperrt war.“

Parkende Lkw als Dauerärgernis zwischen Brackel und Asseln

Die U43-Strecke zwischen Brackel und Asseln soll zweigleisig werden. Die Frage ist: Wann endlich? © Linz

Am nächsten Vormittag sei dann alles frei gewesen. Die Aktion hatte also Früchte getragen, doch am Abend hätten da schon wieder sechs Lastwagen gestanden.

Mittlerweile würden, so Czierpka, auch Auflieger abgestellt, Zugmaschine und Fahrer seien anderswo.

Die Schäden seien enorm, zwei provisorische Fahrleitungsmasten und die an einzelnen Stellen aufgerissene Gehwegdecke erzählen von missratenen Fahrmanövern. Auch die Litfasssäule sei schon mal gefällt worden. Die Stadtbahn müsse oft langsamer fahren, um an den Lastwagen vorbeizukommen. Sie müsse die Außenspiegel einklappen und manchmal sogar stehen bleiben.

Nachdem die Stadt angekündigt hatte, dass erst im April 2020 damit begonnen werde, ein zweites Stadtbahn-Gleis zu bauen und die Straßenführung zu verändern, seien auch bei der Bezirksvertretung Brackel sämtliche Geduldsfäden gerissen.

Czierpka: „Wir werden seit mehreren Jahren immer wieder mit neuen Terminen vertröstet und haben jedes Mal auf die Forderung nach Sicherungsmaßnahmen mit der Aussicht auf die in Kürze anstehende Baustelle verzichtet.“

„Mitte April zunächst ein schöner Wunsch“

Nun also wieder fast ein halbes Jahr Wartezeit, wobei noch gar nicht klar sei, ob es für alle Gewerke akzeptable Angebote gebe. Erst dann können Aufträge vergeben werden. Daher ist der Termin „Mitte April“ für Czierpka zunächst ein schöner Wunsch, so wie die vielen anderen Termine in der Vergangenheit auch.

Parkende Lkw als Dauerärgernis zwischen Brackel und Asseln

Solche Spuren hinterlassen die widerrechtlich parkenden Lkw auf der Randbegrünung des Asselner Hellwegs. © Andreas Schröter

Die Bezirksvertretung habe Czierpka nach der letzten Sitzung beauftragt, eine „sehr deutliche E-Mail“ an die entsprechenden Stellen zu schreiben. Das habe er getan. Zur Zeit stehe ein Vorschlag des Tiefbauamtes im Raum, den Gehweg mit mobilen Absperrbaken zu sperren. Da diese täglich kontrolliert werden müssen, werde das keine billige Lösung. Aber es sei immerhin eine.

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Die grundsätzliche Ursache für das Park-Chaos liege tiefer. Die Firmen dürfen erst um 6 Uhr morgens ihre Tore öffnen, weil das Wohngebiet nördlich des Hellweges als „reines Wohngebiet“ gelte. Reine Wohngebiete seien vor Lärm stärker zu schützen als „Allgemeine Wohngebiete“. Daher musste die Lärmschutzwand errichtet und zudem auch der Lkw-Verkehr auf dem Betriebsgelände untersagt werden.

„Gesunder Menschenverstand sieht Realität“

Juristisch sei das einwandfrei, sagt Czierpka, aber der gesunde Menschenverstand sehe die Realität: Wegen der rangierenden Laster sei der Lärm heute viel größer, als wenn die Fahrzeuge auf das Betriebsgelände fahren dürften.

Nun reagiert die Stadt auf die Klagen aus Brackel: Ab Dienstag (26.11.) wird der Asselner Hellweg von der Kreuzung mit der Asselner Straße bis zur Westseite der Stadtbahnhaltestelle Am Döringhoff entlang des Stadtbahngleises durch Barken abgesichert.

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