Parkchaos während des Lichter-Weihnachtsmarkts: Dreiste Falschparker am Klinikum Nord

dzLichter-Weihnachtsmarkt

Verstopfte Straßen und Falschparker am Klinikum: Ein großes Verkehrs- und Parkchaos war der ständige Begleiter des Weihnachtsmarkts im Fredenbaumpark. Auch ein Bus-Shuttle-Service half nicht.

von Alexandra Wachelau

Nordstadt

, 01.01.2020, 14:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der fünfte Phantastische-Lichter-Weihnachtsmarkt im Fredenbaumpark zog mehr Besucher denn je an – aus Dortmund, aus den Nachbarstädten und sogar aus dem Ausland. Das leuchtende Spektakel hielt aber auch eine Schattenseite bereit.

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Denn bis zu 15.000 Besucher täglich lösten ein großes Problem aus: Die Parkplätze am Fredenbaumpark waren sichtbar überlastet. Mit katastrophalen Folgen.

Falschparker am Klinikzentrum Nord blockieren Besucher- und Mitarbeiter-Parkplätze

Neben dem Fredenbaumpark liegt das Klinikzentrum Nord – mit einem großen Besucherparkplatz. Der wurde zur Weihnachtsmarktzeit regelmäßig zweckentfremdet.

„Mein Mann und ich haben eine Angehörige im Krankenhaus auf der Intensivstation. Als wir ihn die letzten Tage besucht haben, war es jedes Mal eine Katastrophe, einen Parkplatz zu finden“, schildert Alexandra Reichert (31). Schon bei der Anfahrt von der Immermannstraße auf die Schützenstraße habe es sich stark gestaut.

Parkchaos während des Lichter-Weihnachtsmarkts: Dreiste Falschparker am Klinikum Nord

Der Besucherparkplatz vor dem Klinikzentrum Nord wurde von Besuchern des Lichter-Weihnachtsmarktes zweckentfremdet. © Alexandra Wachelau

„Die Leute haben sich links und rechts der Straße auf die Wiese hingestellt – hinter und unter den eingerichteten Absperrungen“, sagt Alexandra Reichert.

Verbotszonen werden missachtet

Eine Anwohnerin aus Deusen hat Ähnliches beobachtet: „Es standen alle Wiesen voll, auch hinter dem Flatterband. Auf der ganzen Schützenstraße hat es sich gestaut“, sagt sie.

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„Wir haben eine dreiviertel Stunde gebraucht, um aus dem Bereich wieder wegzukommen“, so Alexandra Reichert. Dass ein Krankenwagen bei den verstopften Straßen durchgekommen wäre, bezweifelt sie. Die Leute hätten sich zudem einfach auf Behindertenparkplätze gestellt.

Parkchaos während des Lichter-Weihnachtsmarkts: Dreiste Falschparker am Klinikum Nord

An einem Abend standen Alexandra und Max Reichert rund 45 Minuten im Stau, nachdem sie eine Angehörige im Krankenhaus besuchten. © Alexandra Reichert

Laut Lisa Cathrin Müller vom Klinikum Dortmund häufe sich die Beschwerdenzahl während des Weihnachtsmarktes: „Die Pforte des Klinikums Nord ist die erste Anlaufstelle für Beschwerden, und sowohl von Besuchern, aber auch von Patienten und Mitarbeitern, gibt es die zunehmend“, so Müller.

Falschparker im Halteverbot, auf Behindertenparkplätzen und in zweiter Reihe lässt das Krankenhaus abschleppen. „Aber der Bereich, der nicht für die Mitarbeiter, sondern für die Besucher ist, gehört der Stadt.“ Damit sei der Parkplatz nicht nur für Besucher der Klinik befahrbar, sondern auch von Anliegern – auch denen des Lichter-Weihnachtsmarktes.

Veranstalter möchten das Problem eindämmen

Die Veranstalter sind sich diese Problematik schon länger bewusst. „Die angespannte Parksituation rund um das Lichterfest aufzulösen, war uns ein wichtiges Anliegen“, sagt Wolfgang Fuck, Sprecher des Veranstalters „Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS)“. Daher habe man für über 100.000 Euro einen Bus-Shuttle-Service eingerichtet.

Parkchaos während des Lichter-Weihnachtsmarkts: Dreiste Falschparker am Klinikum Nord

Trotz Bus-Shuttle-Services und Hinweisen des Veranstalters: Viele Besucher des Lichter-Weihnachtsmarktes stellten ihre Autos am Klinikum Dortmund ab, teilweise sogar im Halteverbot und auf Behindertenparkplätzen. © Oliver Schaper

Zudem haben die Veranstalter zahlreiche Hinweise aufgestellt: Neben dem Flatterband an den Straßenseiten gab es sowohl auf der Internet- als auch auf der Facebook-Seite der Veranstaltung deutliche Hinweise für Besucher, die mit dem Auto den Weihnachtsmarkt besuchten.

„...die Rettungszufahrten zum Klinikum Nord müssen immer frei sein, parkt und haltet dort NIEMALS!“, so wurde auf der Internetseite an die Besucher appelliert. Ein Hinweis, der eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Hinweise werden ignoriert

Dass es dennoch Besucher gab, die trotz klarer Ansage widerrechtlich auf dem Klinikparkplatz Stellplätze blockiert haben, empfindet Fuck als riesiges Ärgernis.

Alexandra Reichert kennt und mag die Veranstaltung eigentlich, aber auch sie wünscht sich mehr Rücksichtnahme von den Menschen.

„Das war zwar bei uns nicht der Fall, aber im Krankenhaus muss es manchmal schnell gehen – wenn man dann nicht schnell vor Ort sein kann und ewig nach einem Parkplatz suchen muss, ist das eine Qual“, sagt sie.

Der Phantastische Lichtermarkt endete am 29. Dezember. Das Drachen- und Dino-Traumland im Fredenbaumpark läuft noch bis zum 6. Januar täglich von 14 bis 21 Uhr.

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