Paraden-Macher arbeiten unter Hochdruck

DORTMUND Kersten Sattler, Produktionschef der Loveparade, hat mit seinem Team wenige Tage vor dem Riesen-Ereignis alle Hände voll zu tun. Vom Dixi-Klo bis zum Helikopter für die Szene-Stars - an alles will gedacht sein.

von Von Oliver Volmerich

, 16.07.2008, 12:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kersten Sattler vor der Bühnen-Baustelle.

Kersten Sattler vor der Bühnen-Baustelle.

Dass mit Aufklebern zwei „Richtungsfahrbahnen“ auf dem Fußboden markiert sind, macht Sinn. Denn es herrscht viel Verkehr im schmalen Büroflur, der sich wie ein Schlauch an den Bauch der großen Westfalenhalle schmiegt. Hier schlägt das Herz der Loveparade. Und das mit hoher Frequenz. Wenige Tage vor dem Mega-Ereignis herrscht Hochdruck in den Büros der Lopavent GmbH, dem Veranstalter des Techno-Spektakels. 50 Leute sind hier im Einsatz, planen den Bau von Paradewagen und Bühne, halten Kontakt zu Stadt und Polizei, sprechen mit Anwohnern, beantworten Presseanfragen und koordinieren die Auftritte der Künstler inklusive Transport per Hubschrauber. „Teilweise bis nachts um 2 Uhr“, erklärt Kersten Sattler. Doch der Produktionschef der Loveparade gibt sich drei Tage vor dem Spektakel gelassen. „Wir liegen super im Zeitplan“, versichert der 37-Jährige. Dabei hilft ein bisschen auch der Bürostandort in der Westfalenhalle. Denn von dort sind es nur ein paar Schritte zum Schauplatz der Abschlusskundgebung an der B1, wo zur Zeit die riesige, 23 Meter hohe Bühne entsteht und Material ohne Ende angeliefert wird. Und wie behält man den Überblick bei dem Riesenbetrieb bis zum Aufstellen von Dixi-Klos in der Innenstadt? „Mit einem sehr guten Team“, erklärt Sattler. „Jeder hat seine Aufgabe. Und alle haben große Lust auf die Veranstaltung – ohne ginge es auch nicht.“ Bei Kersten Sattler ist die Lust auf die Loveparade freilich spät erwacht. 2006 war er zum ersten Mal als Besucher auf der Loveparade in Berlin. „Ein gigantisches Erlebnis“, schwärmt er. Wenig später hatte er sein Bewerbungsgespräch bei Lopavent und plante mit am Umzug des Spektakels von der Spree an die Ruhr. „Für mich als gebürtigen Bochumer eine tolle Sache“, grinst Sattler. Jetzt hilft er selbst mit, dass die Loveparade ein „gigantisches Erlebnis“ wird.

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