Nicht nur der Opernbesuch wird in Dortmund deutlich teurer

Theater Dortmund

Das Theater Dortmund hat seine Preise zuletzt 2011 umfangreich erhöht. Das wird sich in der Spielzeit 2020/21 deutlich ändern. Es gibt aber auch eine gute Nachricht.

Dortmund

, 04.02.2020, 14:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der kommenden Spielzeit 2020/21 wird das Theater Dortmund die Kartenpreise für das Opernhaus, also nicht nur für Opern-, sondern darüber hinaus auch für Ballettaufführungen, über alle Preiskategorien hinweg um durchschnittlich 6,75 Prozent erhöhen. Das teilt Kulturdezernent Jörg Stüdemann mit. Die Höhe der Preisanpassung richte sich zum einen nach der bisherigen Nachfrage in der jeweiligen Preiskategorie und orientiere sich zum anderen an der Preisgestaltung der Opernhäuser im Umland.

Bei den Kartenpreisen für die Oper befindet sich Dortmund, verglichen mit den Häusern in der Region, heute schon im oberen Drittel. Doch: „Die Stadt Essen liegt in fast allen Preiskategorien höher als Dortmund“, so Stüdemann. Gelsenkirchen dagegen liege etwas niedriger.

Mehreinnahmen von 300.000 Euro

Die Stadt kalkuliert mit Mehreinnahmen von rund 300.000 Euro. Das Geld werde auch im Haus gebraucht, weil alles teurer werde und die Preise für Dienstleistungen gestiegen seien, sagt der Kulturdezernent.

Mit der Preiserhöhung geht aber auch ein Versprechen einher: Das Theater Dortmund werde danach bis zur Spielzeit 2024/2025 die Kartenpreise für Oper und Ballett konstant halten, versicherte Stüdemann.

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Nicht erhöht werden die Preise für junges Publikum (Kinder- und Jugendtheater, Junge Oper und Familienoper). Auch die Kartenpreise für die Dortmunder Philharmoniker sowie für das Schauspiel bleiben zur Spielzeit 2021 konstant, sodass Julia Wissert als Nachfolgerin von Schauspieldirektor Kay Voges ihre Intendanz ohne Preiserhöhung ab der nächsten Spielzeit starten kann.

Ein Opernbesuch für sechs Euro

Der Geschäftsführende Direktor des Theater Dortmund, Tobias Ehinger, sagt zur geplanten Preisgestaltung: „Die letzte umfangreiche Preiserhöhung gab es 2011. Ich bin froh, dass wir auch jetzt nur wenige Anpassungen vornehmen mussten und wir unsere Preise bis 2025 konstant halten werden.“

In einigen Bereichen werde es auch im Opernhaus sogar Preissenkungen geben, kündigt Ehinger an. So werden die Preise bei Vorstellungen von Montag bis Donnerstag reduziert. „Zuschauerinnen und Zuschauer haben dann die Möglichkeit, mit der preiswertesten Karte für nur sechs Euro eine Oper oder ein Ballett besuchen zu können“, so Ehinger.

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Das Theater Dortmund habe mit der letzten Saison die erfolgreichste seit über zehn Jahren zu verzeichnen, stellte Kulturdezernent Stüdemann fest. Auch in dieser Saison sei die Nachfrage gut, vorneweg das Ballett, die Oper und Konzerte. Das Schauspiel befinde sich mit dem anstehenden Wechsel der Intendanz in einer Übergangszeit. Stüdemann: „Da ist die letzte Saison nie die beste.“

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