OB Sierau: Absage ans Festi Ramazan ist „keine Aussage für die Ewigkeit“

Festival-Absage

Oberbürgermeister Ulrich Sierau weist die Kritik an der Absage für das Festi Ramazan zum Fastenmonat Ramadan 2019 zurück. Die Verwaltung hat zahlreiche Standorte in der Stadt geprüft.

Dortmund

, 20.12.2018 / Lesedauer: 2 min
OB Sierau: Absage ans Festi Ramazan ist „keine Aussage für die Ewigkeit“

Für die Zeltstadt zum Festi Ramazan ist im nächsten Jahr im Umfeld der Messe Westfalenhallen kein Platz. © Stephan Schütze

OB Ullrich Sierau wehrt sich gegen Vorwürfe, die Verwaltung hätte den Wunsch nach einer dauerhaften Verankerung des „Festi Ramazan“ in Dortmund „abgebügelt“. Entsprechende Kritik hatte der 2. stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates, Michael Taranczewski (SPD), geübt. Zuvor hatte Sierau in der Ratssitzung am Donnerstag erklärt, dass es für die Veranstaltung zum muslimischen Fastenmonat Ramadan im kommenden Jahr keinen Platz gebe.

Schon im vergangenen Jahr stand das Festival auf der Kippe, weil nach Beschwerden von Anwohnern weder der Festplatz am Fredenbaum, noch der Parkplatz am Remydamm zur Verfügung standen. Auf Initiative der Verwaltung sei es dann noch gelungen, das Fest in verkleinerter Form auf dem Parkplatz A8 der Westfalenhallen am Rabenloh stattfinden zu lassen, erklärte Sierau am Dienstag. Doch auch dieser Platz steht 2019 nicht zur Verfügung.

Problem mit Messen und BVB-Spiel

Das Problem: Wegen des muslimischen Mondkalenders wandert der Fest-Termin von Jahr zu Jahr weiter nach vorne, 2019 dauert der Ramadan vom 6. Mai bis 5. Juni. Und damit kollidiert er mit Messen der Westfalenhallen, die dafür den Parkplatz A8 als Logistikfläche benötigen. Auch bei BVB-Spielen im Signal Iduna Park – das letzte Saison-Heimspiel findet am 11. Mai statt – wird der Parkplatz dringend benötigt.

Die Verwaltung habe deshalb andere Plätze in der Stadt bereits ausgiebig geprüft – wie etwa den Revierpark Wischlingen, erklärt Sierau. Doch keiner komme als Alternative für die Veranstaltung infrage. Eine große Rolle spielten dabei etwa Sicherheitsfragen. „Man kann da nicht nach dem Wünsch-dir-was-Prinzip entscheiden“, sagt der OB.

Über die Erkenntnisse der Verwaltung seien sowohl die SPD-Fraktion als auch der Integrationsrat vorab informiert worden, betont Sierau. Umso größer ist seine Verwunderung über die Kritik Taranczewskis. In der nächsten Sitzung des Bürgerdienste-Ausschusses im Januar werde die Verwaltung noch einmal über das Thema informieren. Der OB stellte auch klar, dass die Absage zunächst das Jahr 2019 betreffe. „Das ist keine Aussage für die Ewigkeit.“

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