November-Lockdown trifft Theater und Konzerthaus hart

dzCorona und Kultur

Für die Kultur bedeuten die aktuellen Corona-Entscheidungen von Bund und Ländern einen kompletten Lockdown für den Monat November. Das stößt bei vielen Betroffenen auf Unverständnis.

Dortmund

, 28.10.2020, 20:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Corona-Krise ist in der Kultur allgegenwärtig. Denn gespielt werden darf nur vor wenigen Zuschauern. Selbst das ist nach dem am Mittwoch (28.10.) von Bund und Ländern vereinbarten Kultur-Lockdown im November nicht mehr möglich. Theater und Konzerthäuser sollen komplett schließen. Und das stößt in der Branche weitgehend auf Unverständnis.

Für nicht nachvollziehbar hält etwa Konzerthaus-Intendant Raphael von Hoensbroech das vorübergehende Aus für die Kultur. „Theater und Konzerthäuser sind nachweislich keine Infektionsherde“, stellt er fest. Er wünsche sich, dass die Politik stärker differenziere. „Schließlich ist eine Rave-Party etwas anderes als ein klassisches Konzert“, sagt von Hoensbroech.

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Sein Haus ist von einer Zwangsschließung mit einem vollen Veranstaltungskalender im November besonders stark betroffen. Von Hoensbroech zögert allerdings noch, jetzt schon durchweg alle Veranstaltungen für November abzusagen. Er gehe davon aus, dass es eine Verfassungsklage gegen die neuen Regelungen geben werde, sagt der Konzerthaus-Intendant.

Welche Folgen der Lockdown für die städtischen Kultureinrichtungen vom Theater bis zu den Museen hat, dazu gab es am Mittwoch von der städtischen Pressestelle noch keine Aussage. Man wolle erst einmal die neue Coronaschutz-Verordnung des Landes abwarten, hieß es auf Anfrage.

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