Noroviren haben Dortmund fest im Griff

Über 100 Fälle

DORTMUND In den Wartezimmern der Ärzte biegen sich im Neujahr die Stühle unter dem Ansturm von Patienten: Noroviren und Co. haben Dortmund fest im Griff. Das Gesundheitsamt bestätigt mehr als 100 Fälle des Magen-Darm-Infekt-Erregers.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 05.01.2010, 05:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Noroviren haben seit dem 21. Dezember Dortmund fest im Griff.

Noroviren haben seit dem 21. Dezember Dortmund fest im Griff.

Im Kirchhörder Senioren-Wohnstift Augustinum wollen es die Verantwortlichen jedoch genau wissen. Die Zahl der bestätigten Noroviren-Fälle schwankt dort seit Heiligabend zwischen 35 und 40 Erkrankten. Dina Horn, Leiterin des Augustinums, betont, seither griffen alle vom Qualitätsmanagement des Hauses verfügten Hygienemaßnahmen. Noch auf eine Bestätigung, ob es sich um Noroviren handelt oder nicht, wartet Barbara Zielke, Pflegedienstleiterin im AWO-Altenheim Kirchlinde. Etwa sechs Bewohner litten unter diversen, eher grippalen Infekten. 21 Fälle werden aus drei Krankenhäusern gemeldet. „Das sind Patienten, die aufgrund ihrer schwer verlaufenden Virusinfektionen in die Kliniken kamen“, sagt Dr. Düsterhaus.

Nicht immer sind es Noroviren, die zu Brechdurchfällen führen. Kinder seien überwiegend von Rota-Viren betroffen, Erwachsene oft von allen möglichen Erregern, die zur Salmonellen-Gruppe zählten. Problematisch könne der Verlauf bei älteren Menschen werden, weil ihr Flüssigkeitshaushalt ein anderer sei, so die Chefin des Gesundheitsamtes.

Viel Aufregung um die Brechdurchfall-Erreger, aber nur noch wenig um H1N1: Das Schweinegrippen-Virus führt seit Wochen ein Schattendasein. Gerade einmal 10 Dosen Serum bestellten die impfenden Ärzten zwischen Weihnachten und Neujahr. Dr. Prosper Rodewyk, Sprecher der Internisten, aber warnt vor Impfmüdigkeit. Vor Weihnachten hätten sich die Fälle schwerer Verläufe gehäuft, von infizierten jungen Leuten, die Lungenentzündungen entwickelten.  

Lesen Sie jetzt